Alptraum für Pendler

Damit müssen Fahrgäste am Streik–Montag rechnen: „Gehe davon aus, dass im Fahrdienst kaum jemand arbeitet“

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Pendler brauchen am Montag viel Geduld: Im Münchner Nahverkehr wird gestreikt. Die Auswirkungen auf die Fahrgäste werden massiv sein – und weitere Streiks sind nicht ausgeschlossen.

U-Bahn, Tram, Busse: Vieles davon fällt am Montag aus! Die Folge: Stillstand in München. Der Grund: Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte im Nahverkehr zu Warnstreiks auf.

Stau und wartende Pendler an der Donnersbergerbrücke: Das droht jetzt auch.

Die Auswirkungen für die Fahrgäste werden massiv sein. Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilt, bleibt die U-Bahn aus Sicherheitsgründen zunächst vollständig außer Betrieb. Ob sie später überhaupt fahren kann, hängt davon ab, ob es genügend Personal im Fahrdienst und in der Leitstelle gibt. Eine Entscheidung fällt kurzfristig. Sollte U-Bahnverkehr möglich sein, liegt der Fokus auf der Linie U6.

Heftiger Streik bei U-Bahn, Tram & Bus in München – damit müssen Fahrgäste am Montag rechnen

Ob die Tram fährt, ist ebenfalls noch unklar. Falls Fahrzeuge besetzt werden können, sollen diese zunächst auf der am stärksten nachgefragten Linie 20 in der Dachauer Straße eingesetzt werden. „Wir streben einen regelmäßigen Takt an“, so die MVG. Immerhin bei den Bussen ist wohl ein stark eingeschränkter Betrieb möglich. Denn private Busunternehmen, die für die MVG fahren, werden nicht bestreikt. Die Busse werden aber unregelmäßig fahren und nur auf einem Teil der Linien unterwegs sein.

Warnstreik in München: Verdi rechnet mit hoher Beteiligung

Haris Softić von Verdi plant die Münchner Aktionen. „Wir rechnen mit einer sehr hohen Beteiligung“, sagt er. „Ich gehe davon aus, dass im Fahrdienst kaum jemand arbeitet.“ Für alle gehe es um deutlich mehr Gehalt.

Haris Softić von Verdi plant den Streik.

Verdi fordert für Beschäftigte im kommunalen Nahverkehr monatlich 668,75 Euro mehr Lohn. Zudem soll die wöchentliche Arbeitszeit von 38,5-Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich reduziert werden. Hinzu kommen ein höherer Sonntagszuschlag und eine tarifliche Regelung für eine Mindestruhezeit von elf Stunden. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern nennt die Forderungen „realitätsfern“. Er schlägt eine Gehaltserhöhung um mindestens fünf Prozent in zwei Schritten vor. Die Ausbildungsgehälter sollen in zwei Schritten um 150 Euro steigen.

Weitere Streiks im Personennahverkehr in Planung

Mit einer schnellen Einigung rechnet Haris Softić von Verdi nicht. „Ich glaube nicht, dass am Montag unser letzter Streiktag ist“, sagt er. „Auch wenn wir hoffen, dass wir sie nicht brauchen, haben wir schon Planungen für weitere Streiks.“ Eines ist ihm wichtig: „Wir bestreiken nicht die Öffentlichkeit, sondern die Arbeitgeber.“

Magische Winter-Szenen auf dem Nymphenburger Kanal: Münchner genießen das eisige Wetter

Das schöne Wetter am Mittwochmittag nutzten viele Münchnerinnen und Münchner, um sich auf dem Nymphenburger Kanal auszutoben.
Das schöne Wetter am Mittwochmittag nutzten viele Münchnerinnen und Münchner, um sich auf dem Nymphenburger Kanal auszutoben.  © Felix Herz
Ein Klassiker durfte dabei natürlich nicht fehlen: Eisstockschießen. Gleich mehrere Gruppen traten gegeneinander an. Am Ende des Spiels wurden vereinzelt auch Gewinneinsätze ausgezahlt.
Ein Klassiker durfte dabei natürlich nicht fehlen: Eisstockschießen. Gleich mehrere Gruppen traten gegeneinander an. Am Ende des Spiels wurden vereinzelt auch Gewinneinsätze ausgezahlt. © Felix Herz
Hand in Hand Schlittschuhlaufen auf dem Nymphenburger Kanal – und das bei schönster Wintersonne.
Hand in Hand Schlittschuhlaufen auf dem Nymphenburger Kanal – und das bei schönster Wintersonne. © Felix Herz
Auf eigens freigeräumten Feldern versuchten sich gekonnte Eisläuferinnen und Eisläufer zuweilen auch an beeindruckenden Kunststücken – Pirouetten wurden gedreht, der Rückwärtslauf eingelegt.
Auf eigens freigeräumten Feldern versuchten sich gekonnte Eisläuferinnen und Eisläufer zuweilen auch an beeindruckenden Kunststücken – Pirouetten wurden gedreht, der Rückwärtslauf eingelegt. © Felix Herz
Andere Flächen wurden zum Eishockeyspielen genutzt.
Andere Flächen wurden zum Eishockeyspielen genutzt. © Felix Herz
Auch ein junger Nachwuchs-Eishockeyspieler flitzte über den gefrorenen Kanal.
Auch ein junger Nachwuchs-Eishockeyspieler flitzte über den gefrorenen Kanal. © Felix Herz
Blauer Himmel, ein gefrorener Kanal und das dahinterliegende Schloss Nymphenburg – ein Anblick, bei dem vielen Münchnerinnen und Münchnern das winterliche Herz aufgehen dürfte.
Blauer Himmel, ein gefrorener Kanal und das dahinterliegende Schloss Nymphenburg – ein Anblick, bei dem vielen Münchnerinnen und Münchnern das winterliche Herz aufgehen dürfte. © Felix Herz
Schwäne und Enten erfreuten sich an der aktuell ungewohnt kleinen Stelle fließenden Wassers im Kanal.
Schwäne und Enten erfreuten sich an der aktuell ungewohnt kleinen Stelle fließenden Wassers im Kanal.  © Felix Herz
Das Nymphenburger Schloss erstrahlt auch im Winter in seiner ganzen Pracht.
Das Nymphenburger Schloss erstrahlt auch im Winter in seiner ganzen Pracht. © Felix Herz
Majestätisch erhebt es sich über dem gefrorenen Kanal und der Münchner Winterlandschaft.
Majestätisch erhebt es sich über dem gefrorenen Kanal und der Münchner Winterlandschaft. © Felix Herz
Ein weiterer kleiner Fleck Wasser wird von Enten und Schwänen besucht. Ob auch sie das schöne Wetter wertschätzen?
Ein weiterer kleiner Fleck Wasser wird von Enten und Schwänen besucht. Ob auch sie das schöne Wetter wertschätzen? © Felix Herz

S-Bahn nicht vom Warnstreik betroffen

Wichtig für alle Angestellten: Sie sind selbst dafür verantwortlich, pünktlich zur Arbeit zu kommen –auch, wenn Busse und Bahnen nicht fahren. Sonst sind Konsequenzen wie Gehaltskürzungen möglich. Infos zum Streik gibt‘s auf der Seite www.mvg.de und in der MVGO-App. Nicht gestreikt wird bei der S-Bahn, den Regionalzügen und bei den MVV-Regionalbuslinien.

Rubriklistenbild: © SIGI JANTZ

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