VonDieter Dorbyschließen
Die drohende Energieknappheit wird sich wohl auch auf die weihnachtliche Stimmung im Landkreis auswirken. Denn so schön strahlende Lichterketten und leuchtende Christbäume auch sein mögen: Das Gebot der Stunde heißt Energie und damit Strom sparen.
In Miesbach hat man noch keine Entscheidung getroffen, inwieweit man während der staadn Zeit die Stimmung in der Innenstadt runterdimmen will und soll. „Die Gespräche dazu führen wir erst in Kürze mit der GWM“, erklärt Bürgermeister Gerhard Braunmiller. Was Florian Brunner, Vorsitzender des Gewerbevereins Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM), bestätigt: „Ich denke, in zwei Wochen wissen wir mehr.“ Denn auch intern müsse das Thema noch besprochen werden. „Wobei ich schon davon ausgehe, dass wir beleuchten, aber vielleicht etwas kürzer. Letztlich muss man den Verbrauch sehen, und bei LED-Beleuchtungen ist der recht überschaubar.“
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Die Stadt will die Beleuchtung am Rathaus ebenso auf den Prüfstand stellen wie ihre bislang vier Christbäume an Marktplatz, Rathaus, Friedhof und Parsberg. „Mal sehen, ob wir alle vier aufstellen“, sagt Braunmiller. Die Illumination markanter Gebäude werde heuer wohl voraussichtlich ausfallen. „Das war ja zuletzt als Ersatz für die coronabedingt ausgefallenen Christkindlmärkte gedacht.“ Die sollen heuer aber stattfinden. „Wir planen sie jedenfalls.“
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Was auf jeden Fall ein Thema in der Kreisstadt ist, ist eine Verkürzung der Beleuchtungsdauer. „Denn die Stadt soll schon auch Vorbild sein“, sagt Braunmiller. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, aber trotzdem noch eine schöne Stimmung bieten.“ Seit 1. September habe man in der Stadt bereits die öffentliche Beleuchtung zum Beispiel am Rathausbrunnen – wie von der Regierung aufgefordert – verkürzt. Laut Braunmiller eine moderate Maßnahme.
Schliersee will die Lage beobachten
Gerade in Schliersee ist nicht zuletzt mit Blick auf den Tourismus eine gewisse Verpflichtung da, etwas zu bieten. Andererseits ist das nicht so leicht vermittelbar, wenn sich gleichzeitig alle einschränken sollen. Das weiß auch Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. „Wir haben aktuell noch keine definitive Entscheidung getroffen“, sagt der Rathauschef auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir werden erst mal abwarten und die Lage beobachten.“
Ganz ohne Trend ist man in Schliersee nicht. So wird das 2020 eingeführte „Schliersee leuchtet“, bei dem markante Gebäude pittoresk illuminiert werden, heuer voraussichtlich ausfallen. Offen ist auch, ob die aufgehängten Sternen über der Straße abends leuchten werden. „Darüber müssen wir noch diskutieren“, sagt Schnitzenbaumer.
Klar ist für ihn aber eines: Vor dem Rathaus wird auch heuer ein Christbaum stehen, und der soll leuchten. „Den Baum lasse ich mir nicht nehmen“, stellt Schnitzenbaumer klar. „Zur Not duschen wir sonst ein wenig kürzer.“
ddy
