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Kommunalwahl in Bayern: „Siegeszug“ der Freien Wähler? Söder feuert fiese Spitze gegen Aiwanger

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  • Katarina Amtmann
    Katarina Amtmann
  • Felix Herz
    Felix Herz

Am Sonntag war Kommunalwahl in Bayern: Mehr als zehn Millionen Wählerinnen und Wähler waren aufgerufen, ihre kommunalen Mandatsträger zu bestimmen.

Update vom 10. März, 16.30 Uhr: Wir beenden unseren Wahlticker an dieser Stelle. Alle aktuellen Ergebnisse gibt es in unserer uniquen Bayern-Karte.

Update vom 10. März, 8.45 Uhr: Nachdem Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den vermeintlichen „Siegeszug“ seiner Partei gefeiert hat, reagierte Söder nach der CSU-Vorstandssitzung gelassen auf Aiwangers Lobeshymne. Einen Seitenhieb konnte er sich aber nicht verkneifen: „Manchmal ist das auch das Pfeifen im Walde oder das Pfeifen im Keller.“ Wenn die Freien Wähler Themen der CSU angehen wollen, freue man sich über Unterstützung.

Söder und Aiwanger bewerteten die Kommunalwahl unterschiedlich.

Update vom 9. März, 19.18 Uhr: Die AfD hatte bei der Kommunalwahl in Bayern viel vor, erreichte aber keine einzige Bürgermeister- oder Landrats-Stichwahl. In einem Ort wird sie dennoch stärkste Kraft.

Update vom 9. März, 19.04 Uhr: Die Grünen bleiben stärkste Kraft im Stadtrat München. Knapp könnten sie das bestehende Bündnis fortführen. Auch weil die CSU ihre Ziele verfehlt.

Update vom 9. März, 15.47 Uhr: Mittlerweile sind die meisten Wahlkreise in Bayern ausgezählt. Zumindest jene, bei denen es um eine Personenwahl ging, also eine Wahl zum Oberbürgermeister, Bürgermeister oder Landrat. In zahlreichen Gemeinden gibt es am 22. März eine Stichwahl. In diesen Landkreisen und Städten könnte es bei der Stichwahl besonders knapp werden:

  • Main-Spessart: Sabine Sittler (CSU) mit 41,7 Prozent, Christoph Vogel (Freie Wähler) mit 37,7 Prozent
  • Bamberg: Jonas Glüsenkamp (Grüne) mit 30,3 Prozent, Sebastian Niedermaier (SPD) mit 29 Prozent
  • Erlangen: Jörg Volleth (CSU) mit 35,8 Prozent, Florian Janik (SPD) mit 29 Prozent
  • Weißenburg-Gunzenhausen: Markus Gläser (Freie Wähler) mit 44,3 Prozent, Manuel Westphal (CSU) mit 43,4 Prozent
  • Donau-Ries: Michael Dinkelmeier (Freie Wähler) mit 35,8 Prozent, Claudia Marb (CSU) mit 34,7 Prozent
  • Hof: Stefan Schmalfuß (CSU) mit 39,4 Prozent, Eva Döhla (SPD) mit 33,8 Prozent
  • Bayreuth: Andreas Zippel (SPD) mit 34,9 Prozent, Thomas Ebersberger (CSU) mit 28,2 Prozent
  • Kehlheim: Martin Neumeyer (CSU) mit 33,9 Prozent, Christian Nerv (Freie Wähler) mit 33,1 Prozent
  • Landsberg am Lech: Thomas Eichinger (CSU) mit 40,4 Prozent, Daniela Groß (Grüne) mit 39,7 Prozent
  • Pfaffenhofen a. d. Ilm: Albert Gürtner (Freie Wähler) mit 34 Prozent, Andreas Aichele (CSU) mit 32,4 Prozent
  • Berchtesgadener Land: Michael Koller (Freie Wähler) mit 36,9 Prozent, Franz Rasp (CSU) mit 33,4 Prozent
  • München: Dieter Reiter (SPD) mit 35,6 Prozent, Dominik Krause (Grüne) mit 29,5 Prozent

Update vom 9. März, 14 Uhr: In der oberbayerischen Gemeinde Tüßling nimmt eine Adelige auf dem Rathausstuhl Platz: Bei der Kommunalwahl machte nach dem vorläufigen Endergebnis Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel mit 60,4 Prozent der Stimmen das Rennen um das Bürgermeisteramt. Sie war für die CSU angetreten. Die Hausherrin auf Schloss Tüßling, die in Wien Forstwissenschaften studiert hat, war bereits von 2014 bis 2020 Bürgermeisterin des Marktes im Landkreis Altötting. Sie wurde überregional unter anderem als Moderatorin einer TV-Einrichtungsserie, Talkshow-Gast und Werbeträgerin für Kaffee bekannt, in den Medien wurde sie auch Kaffee-Gräfin genannt. 

Update vom 9. März, 12.40 Uhr: Markus Söder äußert sich auf einer Pressekonferenz zur Kommunalwahl. „Das war gestern ein guter Sonntag für die CSU”, findet er. Man sei mit der ersten Runde sehr zufrieden, die CSU sei Kommunalwahlpartei Nummer 1 „mit Abstand vor allen anderen”. Man sei in Stadt und Land übergreifend stabil. „Es gab viel Licht und große Erfolge”, aber auch Enttäuschungen“, so Söder. Der Amtsbonus habe nicht automatisch so gezogen, wie man es gewohnt war. Das sei eine Auffälligkeit im Vergleich zu früheren Wahlen.

Es gibt viele Stichwahlen, aber keine mit der AfD, was positiv sei. Trotzdem habe die AfD gute Ergebnisse erzielt.

Er selbst habe so gut unterstützt, wie möglich: „Ich selbst hatte 80 Termine“, erzählt er. Podiumsveranstaltungen mit Kandidaten, auch bei der Stichwahl werde man Einsatz zeigen. Man habe eine „gute Teamleistung erbracht”.

Bei den Landräten habe man von 62 Wahlen 24 direkt gewonnen, bei 30 sei man in der Stichwahl. Bei den OB-Wahlen habe man von 50 direkt 11 gewonnen und sei bei 22 in der Stichwahl. Auch bei Bürgermeisterwahlen habe man abgeräumt. „Nach menschlichem Ermessen werden wir mehr haben als das letzte Mal“, so seine Bilanz. Spannend und neu sind Hof, Erlangen und Weiden, da habe man amtierende Bürgermeister erfolgreich herausgefordert und sei in der Stichwahl. „Das wäre ein Hit, wenn da was geht.“

„Bamberg tut weh“, gibt Söder aber zu. Dort kam Melanie Huml, die frühere Gesundheitsministerin, nur auf Platz 3. „Insbesondere weil Melanie Huml das nicht verdient hat, da nicht in die Stichwahl zu kommen.“

Bei den Landkreisen gebe es Licht und Schatten. Erfreulich sei, dass Kulmbach und Miltenberg nach Jahrzehnten zurückgewonnen wurden.

In München habe man beim Stadtrat wohl leicht zugelegt, ärgerlich sei aber, dass man nicht in der OB-Stichwahl ist. „Wir geben erstmal keine Empfehlungen“, sagt Söder. Und man mache keine Vorgaben, mit wem zusammengearbeitet werden soll. „Das entscheiden die Kommunen vor Ort.“

Update vom 9. März, 12 Uhr: Am heutigen Montag äußern sich viele Parteien zu ihrem Ergebnis bei der Kommunalwahl. Dabei zeigte sich Hubert Aiwanger (Freie Wähler) besonders zufrieden (siehe vorheriges Update). Um 12 Uhr äußern sich die Grünen, um 12.30 Uhr gibt es auch eine Pressekonferenz der CSU mit Ministerpräsident Markus Söder und Generalsekretär Martin Huber nach einer Sitzung des CSU-Vorstands.

Update vom 9. März, 10.43 Uhr: Kein explizit von der AfD aufgestellter Kandidat erreicht eine der noch anstehenden Stichwahlen in Landkreisen und Kommunen ab 10.000 Einwohnern.

Die AfD wird nach den vorläufigen Ergebnissen der Kommunalwahl keinen neuen Landrat, Oberbürgermeister oder ersten Bürgermeister in einer der großen Kommunen Bayerns stellen. Das geht aus vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Daten hervor. Demnach hat keiner der explizit von der Partei benannten Kandidaten eines der Spitzenämter im ersten Wahlgang errungen.

Auch bei den nun anstehenden Stichwahlen wird die Partei keine Rolle spielen. In keinem einzigen Landkreis, keiner kreisfreien Stadt und keiner Gemeinde mit mehr als 10.000 Einwohnern landete ein AfD-Bewerber auf den ersten beiden Plätzen. Damit ist eine Teilnahme an der entscheidenden zweiten Runde ausgeschlossen. Für Kommunen unterhalb dieser Größenordnung liegen keine zentral erfassten Ergebnisse vor.

Bittere AfD-Bilanz bei der Kommunalwahl – Partei schafft trotzdem Erfolge

Allerdings deuten erste Auszählungen darauf hin, dass die AfD die Zahl ihrer Mandate in den Stadt- und Gemeinderäten sowie in den Kreistagen deutlich ausbauen konnte. In Nürnberg kletterte der Stimmenanteil von 5,69 Prozent bei der Wahl 2020 auf nun 13,5 Prozent. Auch in anderen Städten zeigt sich ein ähnliches Bild: In Coburg vervierfachte die Partei ihre Sitze von einem auf vier, in Schweinfurt wuchs die Fraktion von drei auf acht Mandate.

Auch in der Hauptstadt München konnte die AfD zulegen, wenngleich auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Deutlich gestärkte AfD-Ergebnisse wurden auch in Kreistagen erwartet.

Aiwanger feiert „Siegeszug“ der Freien Wähler bei der Kommunalwahl in Bayern

Update vom 9. März, 10.13 Uhr: Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich zur Kommunalwahl geäußert und ist mit dem Abschneiden seiner Partei mehr als zufrieden. „Es war wirklich ein flächendeckender Siegeszug“. Er sehe es auch als „Steilvorlage für die Landtagswahl in zwei Jahren“. Und weiter: „Wir sind die Problemlöser vor Ort. Ich bin davon überzeugt, dass dieses Ergebnis aufhorchen lässt (...). Das flache Land, die breite Bevölkerung draußen hat Freie Wähler gewählt“.

Update vom 9. März, 7.57 Uhr: Trotz seines Wechsels zum Deutschen Städtetag kann Würzburgs Ex-OB Schuchardt weiter Kommunalpolitik in Würzburg machen. Für den AfD-Politiker Halemba hingegen wird die Wahl anders als erhofft.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Wechsel des früheren Würzburger Oberbürgermeisters Christian Schuchardt zum Deutschen Städtetag zieht der Politiker als Stimmenkönig der CSU-Fraktion in den Stadtrat ein. 22.169 Stimmen erreichte der gebürtige Frankfurter bei der Wahl am Sonntag laut Zwischenergebnis. Vor sechs Jahren waren es allerdings noch 44.642.

Die Grünen behaupteten sich erneut als stärkste Kraft in der unterfränkischen Universitätsstadt. Sie erreichten 31,3 Prozent und verloren damit nur 1,2 Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Abstimmung. Auf Rang zwei landete die CSU mit 23,4 Prozent – ein Minus von 5,8 Punkten. Dahinter reihten sich Die Linke mit 8,9 Prozent ein, was einem Plus von 3,6 Punkten entspricht. Die SPD kam auf 8,8 Prozent und büßte 0,4 Punkte ein. Die AfD erzielte 7,1 Prozent und legte damit um 3,2 Punkte zu.

AfD-Spitzenkandidat Daniel Halemba erzielte allerdings nur das viertbeste Ergebnis seiner Partei und wird damit voraussichtlich nicht im Stadtrat vertreten sein, weil die AfD nur drei Sitze erobern konnte. Erst Anfang Februar hatte das Amtsgericht Würzburg Halemba wegen Geldwäsche und Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Halemba bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

Bayern-Wahl: Olympiasieger muss in die Bürgermeister-Stichwahl

Update vom 9. März, 7.21 Uhr: Ein Olympiasieger will Bürgermeister in Oberbayern werden und muss am 22. März in die Stichwahl. Andernorts in Bayern wurde ein Bürgermeister mit Mehrheit gewählt – obwohl er gar nicht angetreten war. Derweil kann sich die AfD in Franken über einen Erfolg freuen.

Update vom 9. März, 6 Uhr: In fast der Hälfte der Landkreise und Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern muss ein zweites Mal gewählt werden.

In vielen bayerischen Kommunen und Landkreisen müssen die Wähler ein zweites Mal ran. Alleine bei den Landkreisen, kreisfreien Städten und größeren Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern stehen 128 Stichwahlen an, wie aus den vorläufigen Ergebnissen der Kommunalwahl am Sonntag beim Landeswahlleiter hervorgeht. Dagegen steht in 147 der Landkreise, kreisfreien Städte und größeren Städte bereits der Sieger bei der Personenwahl fest.

Stichwahl in München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg

Besonders in den kreisfreien Städten waren die Wahlen umkämpft. Dort gibt es nur in fünf von 22 Fällen bereits einen Sieger. Konkret konnten sich die Kandidaten in Fürth, Straubing, Schwabach, Kaufbeuren und Coburg direkt durchsetzen. Drei der fünf Sieger traten für die SPD an, ein Gewinner kam von der CSU, und einer wurde gemeinsam von CSU und Freien Wählern ins Rennen geschickt. In den übrigen 17 kreisfreien Städten – darunter die Metropolen München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg – fällt die Entscheidung erst in der Stichwahl.

Bei den Landratswahlen zeigt sich ein ähnliches Bild. Von 62 Landkreisen, in denen ein neuer Landrat bestimmt wird, konnte in 33 Fällen bereits ein klares Ergebnis erzielt werden. Die CSU stellt dabei die mit Abstand meisten Gewinner: 20 reine CSU-Kandidaten gewannen direkt, fünf weitere siegten mit Unterstützung anderer Gruppierungen – von der Jungen Union bis zum Landvolk in Coburg. Die restlichen acht Sieger gehen auf das Konto der Freien Wähler, gemischter Listen mit deren Beteiligung, der SPD sowie von Vereinen. In 29 Landkreisen muss noch einmal abgestimmt werden.

Auch in den größeren, nicht kreisfreien Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern gibt es bereits 109 Sieger. Reine CSU-Kandidaten setzten sich in 54 Fällen durch, die SPD gewann elfmal und die Freien Wähler einmal – so die Systematik des Landeswahlleiters. 43 Sieger fallen in die Kategorie „Sonstige“. Dahinter verbergen sich unterschiedlichste Bündnisse: Kombinationen aus CSU, SPD und Grünen, CSU und Freien Wählern oder SPD und Freien Wählern, ebenso gemischte Listen verschiedener Parteien und Gruppierungen oder parteiunabhängige Zusammenschlüsse.

Die Ergebnisse der Personenwahl in den Kommunen mit bis zu 10.000 Einwohnern liegen bisher nicht zentral und zusammengefasst vom Landeswahlleiter vor, daher ist hier noch keine Auswertung möglich. Bei der Personenwahl wurde zudem nicht in allen Landkreisen und Kommunen gewählt.

Update vom 9. März, 5.13 Uhr: Nach den Kommunalwahlen in Bayern analysieren die Parteien die ersten Ergebnisse – und richten den Blick schon auf den übernächsten Sonntag. Denn: Viele Oberbürgermeister- und Landratswahlen im Freistaat werden erst bei den Stichwahlen am 22. März entschieden. Unter anderem wird in den drei größten Städten Bayerns in zwei Wochen erneut an die Urnen gebeten.

In München muss Amtsinhaber Dieter Reiter wie schon 2014 und 2020 in die Stichwahl. Aber: Nach den Negativschlagzeilen der vergangenen Tage musste der SPD-Mann heuer deutliche Verluste hinnehmen. Vor sechs Jahren hatte er im ersten Wahlgang noch 47,9 Prozent geholt. Nun erreichte er nur noch 35,6 Prozent. Ihm auf den Fersen: Dominik Krause von den Grünen mit 29,5 Prozent. 

Kommunalwahl in Bayern: Viele Oberbürgermeister und Landräte müssen noch zittern – Stichwahl steht an

23.17 Uhr: An dieser Stelle beenden wir unsere Wahlberichterstattung für den heutigen Abend. Wir sind ab morgen in der Früh wieder mit einer Live-Berichterstattung für Sie da.

23.16 Uhr: Bei der Stadtratswahl in München zeichnet sich unterdessen ein klarer Trend ab. Reiter könnte dies noch zum Problem werden.

23 Uhr: Nach dem Rückzug von Landrätin Indra Baier-Müller (Freie Wähler) muss eine Stichwahl in zwei Wochen über den künftigen Landrat im Oberallgäu entscheiden. Im ersten Wahlgang lag FW-Bewerber Christian Wilhelm mit 40,8 Prozent in Front, dahinter kam der CSU-Kandidat Thomas Eigstler mit 33,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung habe bei 66,6 Prozent gelegen, teilte das Landratsamt in Sonthofen mit. In Kulmbach wurde der Amtsinhaber Ingo Lehmann (SPD) abgewählt. Er schaffte es nicht in die Stichwahl. Dort kämpfen am 22. März Ralf Hartnack von der Wählergemeinschaft Kulmbach und Frank Wilzok (CSU/JU) um den OB-Posten in der oberfränkischen Stadt. 

22 Uhr: Im Landkreis Fürstenfeldbruck fordert die grüne Kandidatin Ronja von Wurmb-Seibel den langjährigen CSU-Landrat Thomas Karmasin in der Stichwahl heraus: Der 63-jährige Karmasin, der seit 30 Jahren im Amt ist, verfehlte nach dem vorläufigen Endergebnis bei der Kommunalwahl mit 45 Prozent der Stimmen die Mehrheit. Nun muss er in zwei Wochen gegen die 39-jährige Journalistin und Autorin antreten, die 21,7 Prozent bekam. Auch in Garmisch-Partenkirchen und Oberammergau gab es Überraschungen: Alle Ergebnisse gibt es bei uns im Ticker.

21 Uhr: Der AfD-Landesvorsitzende Stephan Protschka ist bei der Landratswahl im Landkreis Dingolfing-Landau deutlich hinter dem CSU/JBL-Kandidaten auf dem zweiten Platz gelandet. Amtsinhaber Werner Bumeder, der für die Christsozialen/Junge-Bürger-Liste antrat, erzielte nach vorläufigem Ergebnis 65,2 Prozent der Stimmen. Protschka kam auf 18,3 Prozent. Im BR sagte Protschka zu dem Ergebnis: „Ich geb‘s zu, ich hätte mir ein bisschen was Besseres erhofft“.

20.46 Uhr: In Nürnberg muss der amtierende OB Marcus König (CSU) auch in die Stichwahl am 22. März. Fast alle Stimmbezirke sind ausgezählt, König kommt bisher nur auf 46 Prozent, sein Herausforderer Nasser Ahmed (SPD) auf 26,5.

In Bayerns kleinster Gemeinde stand nur ein Bürgermeisterkandidat zur Wahl – und dennoch muss er in die Stichwahl. Viele der Bürger hatten andere Namen auf den Stimmzettel geschrieben.

20.32 Uhr: Ex-Staatsministerin Melanie Huml (CSU) ist bei der Oberbürgermeisterwahl in Bamberg gescheitert. Sie kam im ersten Wahlgang nach dem vorläufigen Ergebnis nur auf den dritten Platz mit 28,2 Prozent der gültigen Stimmen. Allerdings fiel die Entscheidung knapp aus: Auf Platz eins landete der bisherige zweite Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) mit 30,3 Prozent, auf Rang zwei schaffte es SPD-Kandidat Sebastian Niedermaier (29,0 Prozent).

In Augsburg muss Eva Weber (CSU) ihren Posten in einer Stichwahl verteidigen, sie erreichte 34 Prozent der Stimmen. Florian Freund (SPD) lag bei 19,9 Prozent.

19.58: In Regensburg ist die Stichwahl fix. Astrid Freudenstein (CSU) erreichte 37,7 Prozent der Stimmen, SPDler Thomas Burger folgt mit 19,1 Prozent.

In Fürth hat sich Amtsinhaber Thomas Jung (SPD) erneut mit beeindruckender Mehrheit durchgesetzt. Nach Auszählung von 144 der 148 Gebiete kommt er auf 72,13 Prozent und wiederholte damit in etwa sein Ergebnis bei der letzten Wahl. Damals erhielt er 72,9 Prozent der Stimmen. 2008 hatte der SPD-Mann mit über 80 Prozent ein Rekordergebnis eingefahren. Der 64-Jährige steht der Stadt Fürth bereits seit 2002 als Oberbürgermeister vor.

19.40 Uhr: Münchens OB Dieter Reiter hat mittlerweile ein Statement abgegeben. Er habe in den vergangenen Wochen Fehler gemacht. „Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das hat das Ergebnis deutlich beeinflusst”. Er möchte verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen. 

19.16 Uhr: Überraschung in München. Dieter Reiter liegt aktuell mit 34,9 Prozent vorne. Dominik Krause von den Grünen liegt bei 30,2 Prozent, Clemens Baumgärtner erreicht derzeit 21,2 Prozent. Beim ersten Wahlgang 2020 hatte Dieter Reiter noch 47,9 Prozent erreicht, die Stichwahl gewann er damals mit 71,7 Prozent.

18.40 Uhr: 35 Prozent sind laut BR in Erlangen bereits ausgezählt. Es scheint auf eine Stichwahl hinauszulaufen. Jörg Volleth (CSU) liegt derzeit bei 35,9 Prozent, Amtsinhaber Florian Janik (SPD) liegt bei 28,3 Prozent. In Obermaiselstein gibt es das jüngste Gemeindeoberhaupt Bayerns. Die 27-jährige CSU-Politikerin Philine Blees gewinnt ohne Gegenkandidaten mit 89,5 Prozent.

18.38 Uhr: Auf unserer Wahlkarte sind die ersten Trendergebnisse für die Landratswahlen zu sehen. Dabei fallen die AfD-Ergebnisse aus Niederbayern und der Oberpfalz besonders ins Auge. Hier liegen die AfD-Landratskandidaten teils auf dem zweiten Platz und haben derzeit sogar Chancen auf eine Stichwahl. Betroffen sind in der Oberpfalz der Landkreis Schwandorf, in Niederbayern die Landkreise Passau und Dingolfing-Landau.

Die Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026

Erstmeldung vom 8. März: Demokratie-Fest in Bayern: Am Sonntag, 8. März, wählen rund 10,05 Millionen Wählerinnen und Wähler ihre politischen Vertreter auf kommunaler Ebene. Nach der Bundestagswahl 2025, der Europawahl 2024 und der Landtagswahl 2023 ist es das vierte große Wahljahr in Folge.

Spannend wird es dann ab 18 Uhr. Denn dann trudeln die ersten Prognosen ein, die auf den Wählerbefragungen basieren. Im weiteren Verlauf des Abends gibt es dann auch die ersten Hochrechnungen. Dann zeigt sich zum Beispiel, ob die Münchner ihrem Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) weiter ihr Vertrauen schenken. Unsere umfangreichen Karten zeigen die Auszählung live ab 18 Uhr. Dann laufen alle Zahlen der Kommunalwahlen Bayern ab dem ersten Wahlbezirk für sämtliche Parteien und Politiker ein. Bis dahin können Sie hier die vollständigen Ergebnisse von 2020 abrufen. Diese Daten haben wir auch analysiert – siehe Absatz unterhalb der Karte. (Quelle: Bayerisches Innenministerium, eigene Recherche), (fhz)

Rubriklistenbild: © dpa | Malin Wunderlich + dpa | Armin Weigel

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