Robert Huber lässt Antrag nicht zu

Erhöhung der Kurtaxe: CSU-Antrag abgeschmettert

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Gäste sollen in Bad Wiessee künftig eine höhere Kurtaxe zahlen.
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Eine Abfuhr hat sich die Wiesseer CSU bei dem Versuch geholt, den Beschluss zur Erhöhung der Kurtaxe zu kippen. Vom Tisch ist das Thema damit nicht.

Bad Wiessee – Mit einem Antrag wollte die Wiesseer CSU den Beschluss zur Erhöhung der Kurtaxe von zwei auf 3,30 Euro kippen. Doch Interims-Bürgermeister Robert Huber (SPD) hat die Forderung, den Beschluss zu überdenken, schriftlich abgeschmettert. Laut Geschäftsordnung könne ein zur Abstimmung gebrachter Beratungsgegenstand nur dann erneut behandelt werden, wenn neue gewichtige Tatsachen dies rechtfertigen. „Dies ist im vorliegenden Fall nicht gegeben“, lässt Huber wissen.

Eine Begründung, die für die CSU-Fraktion nicht akzeptabel ist. „Wir sind verärgert und enttäuscht, wie leichtfertig sich Interims-Bürgermeister Huber gegen den Willen einer großen Anzahl von Vermietern und eines großen Teils des Gemeinderates einer beantragten Revidierung der aus unserer Sicht übereilten, ungenügend kommunizierten und überzogenen Erhöhung der Kurtaxe entzieht“, erklärt Sareiter,

Aus seiner Sicht könnte Huber dem Antrag stattgeben. Allein deshalb, weil der Kur- und Verkehrsverein gegen den mit 8:6 Stimmen gefasst Beschluss Sturm läuft. Zudem sind die Nachbargemeinden verstimmt. „Das sind gewichtige neue Tatsachen“, findet Sareiter.

Es sei auch niemand gegen eine Erhöhung des Kurbeitrags, merkt er an. Doch es gelte, diese mit Bedacht und in Absprache mit allen Betroffenen auf neue Beine zu stellen. Das ist ganz im Sinn von Bernhard Kaiser, Vorsitzender des Verkehrsvereins. Als solcher hat er in den vergangenen beiden Wochen viele Gespräche in Sachen Kurtaxe geführt. Ein Antrag an den Gemeinderat ist in Vorbereitung. Die gesammelten Unterschriften stünden für 1000 Gästebetten, erklärt Kaiser. Er hofft auf eine sachorientierte Lösung abseits politischer Kampfplätze.

Stark eingebunden ist Christian Kausch als Chef der Tegernseer Tal Tourismus GmbH. Er setzt alles daran, die Wogen zu glätten und das Thema Kurtaxe gemeinsam anzugehen: „Wir sind in guten Gesprächen.“ 

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