Bereits zum 14. Mal fand am Wochenende der „Herbstzauber“ im Kurpark statt. Die Ausstellung erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit.
Bad Tölz – Goldener Oktober wie im Bilderbuch – da konnte sich auch der „Tölzer Herbstzauber“ am vergangenen Wochenende in voller Pracht entfalten. Zwar war es am Sonntag nicht mehr ganz so warm und sonnig, aber doch angenehm temperiert und trocken, sodass die Verkaufsausstellung im Kurhaus und angrenzenden Kurpark ohne Beeinträchtigungen stattfinden konnte.
Veranstalterin Michaela Dorfmeister freute sich über den reibungslosen Verlauf der 14. Auflage des Events, den regen Zuspruch und die gute Stimmung. „Die Besucherzahl dürfte sich im üblichen Rahmen gehalten haben, damit sind wir durchaus zufrieden.“
Auch wenn sich das Gartenjahr dem Ende zuneigt, bildeten Astern, Chrysanthemen und Alpenveilchen in voller Blüte noch farbintensive Blickfänge im Gelände des Kurparks, der an sich schon mit stimmiger Atmosphäre aufwarten kann. Das pflanzliche Angebot insgesamt war entsprechend der Jahreszeit überschaubar und angepasst. Dazu gehörten etwa winterharte Gräser, Rosen und Zwiebeln, aus denen im nächsten Sommer zum Beispiel majestätischer Riesenlauch emporwächst. Wer nicht viel Platz oder vielleicht gar keinen Garten hat, der könnte es eventuell einmal mit einem Zwergobstbaum im Kübel versuchen – ein solches Exemplar, dicht behangen mit Mini-Äpfeln, wurde am Stand der Gärtnerei Angermaier von manchen Marktbummlern interessiert begutachtet. Rege Nachfrage herrschte am Stand des Fischbacher Frauenkreises, nicht nur nach Kaffee und Kuchen, sondern auch nach den selbst gefertigten Türkränzen, mit denen die Käufer ein Stück herbstliche Natur mit nach Hause nahmen.
Auf der Suche nach Deko mit dauerhafter Haltbarkeit dürfte ebenfalls niemand enttäuscht worden sein. Wer sich selbst wappnen wollte gegen die bevorstehenden kalten Tage, der hatte reichlich Gelegenheit dazu: Wolliges vom Schaf oder Alpaka in Form von Mützen, Handschuhen, Schals, Pulswärmern, Capes und Jacken in findigen Macharten hielten für jeden Geschmack etwas bereit. Wobei – so konnte man am Stand des Alpakazuchtbetriebes Krämer von der schwäbischen Alb erfahren – die Wolle der inzwischen hier heimisch gewordenen vierbeinigen Einwanderer kaum Lanolin enthalte und somit auch bestens für Allergiker geeignet sei.
Dem persönlichen Wohlbefinden dienlich sein sollten indes auch handgesiedete Feinseife aus Bio-Ziegenmilch, Body-Milch aus Olivenöl oder Räuchermischungen aus Kräutern, Wurzeln, Hölzern Blüten, Samen und Baumharzen.
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Ihren Spaß hatten die Zuhörer allemal bei den mit Pointen und Ironie gespickten Auftritten des Musiker-Duos „Manuel Hafner und Nadjas Cello“, das eigentlich schon seinen Stammplatz im musikalischen Rahmenprogramm der Veranstaltung hat.
Drinnen im Kurhaus gab es viel Edles zu sehen: Individuellen Schmuck in Gold und Silber oder aus Perlen und Edelsteinen, Lampen im Tiffany-Stil, Klosterarbeiten, kunstvoll gedrechselte und eingerichtete Weihnachtskugeln vom Betrieb Goldhofer in Rottach-Egern. Positiv beurteilte etwa Sabine Hofbauer aus Gröbenzell ihren Besuch in Bad Tölz: Die Anfahrt zum Kurpark mit dem Shuttle-Bus zwei zwar nicht ganz optimal, „aber die Ausstellung ist sehr schön und ihr Eintrittsgeld wert“.
Rosi Bauer