Mit ihrer Demo am Freitag haben Fridays for Future Freising ein deutliches Zeichen für Klimaschutz gestellt. Doch auch für kommende Woche haben Engagierte Aktionen geplant.
Freising – Eine ganze Woche lang wollen sie im Zelt verbringen und damit für mehr Klimaschutz eintreten. Zusätzlich zur weltweiten Klima-Demo haben junge Umweltschützer vom Solidarisches Netzwerk Freising (SNF) am Samstag an der Grünfläche entlang der Johannisstraße in Freising einen kleinen Zeltplatz aufgebaut. Dort werden Vorträge stattfinden und Aktionen, die den Fokus auf aktiven Umweltschutz im Alltag lenken sollen.
So ganz zufällig sei der Standort für das Camp an der viel befahrenen Straße nicht ausgewählt worden, erzählt Clemens, einer der jungen Leute vom SNF. Denn just an jener Stelle sei bereits über eine mögliche Haltestelle für das Fernbusunternehmen „Flixbus“ diskutiert worden. Das sei nicht im Sinne der Anwohner, wusste der IT-Fachmann.
Junge Demonstranten planen mehrere Aktionen
Die Notwendigkeit für den Klimaschutz aufzustehen, haben die Camper auch optisch vermittelt: „One earth – One chance“ steht auf einem der Plakate. Dank der Stadt Freising konnte man sich sogar einigermaßen wohnlich einrichten: Eine große Feuerschale, um die man am Abend zusammensitze, sei zur Verfügung gestellt worden. Als sanitäre Anlage nutzen die Camper die öffentliche Toilette neben dem Zeltlager.
Die Möglichkeit, sein Fahrrad zu reparieren und Kleidung zu flicken hat am Samstag Zuspruch gefunden und ist während der Woche ebenfalls möglich. Und für die Tage in dieser Woche seien weitere Aktionen geplant. So bemühe man sich, einen Workshop anzubieten, bei dem man gemeinsam Panflöten baut. Einen Kleiderständer wolle man aufstellen, um Kleidertausch zu ermöglichen – Tauschen statt Kaufen, so die Devise. Das gleiche könnte man doch auch bei Büchern anbieten, meinten die Umweltschützer. Deshalb wurde auch ein Bücherregal mitgebracht, das nun auf Buchspenden und -entnahmen wartet.
Umweltschützer hoffen auf viel Feedback
Wie das Camp weiter verlaufen werde, sei derzeit noch nicht vorhersehbar, meinte Gregor, der für die Gruppe als Pressesprecher fungiert. Das Fahrradrepair-Café sowie die Möglichkeit, Kleidung zu flicken, sei nahezu immer möglich. Die Gruppe ist ebenfalls offen für weitere Aktionen und Anregungen von außen. Jeder könne sich einbringen. Man hoffe auf weitere Teilnehmer, die spontan vorbeikämen. Platz dafür sei vorhanden.
Viel Feedback gab es am Freitag: 1800 Teilnehmer kamen zum Klimastreik nach Freising. Das Umweltamt will indes keine „kompostierbaren“ Biomüll-Tüten - eine Alternative sei besser.
Maria Martin