Seit 35 Jahren sind Geretsried und Chamalières Partnerstädte. Um diese Verbindung zu feiern, hat Musikfreund und Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl einen Marsch komponieren lassen.
Geretsried – Seit 35 Jahren sind Geretsried und Chamalières Partnerstädte. Die langjährige Verbindung wird an diesem Wochenende groß gefeiert – unter anderem mit einer Welturaufführung. Gerhard Meinl, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins und Dritter Bürgermeister, hat bei einem Komponisten einen Marsch in Auftrag gegeben. Als „Marche á GAM“ wird das Musikstück vom Komponisten angekündigt. Das GAM steht für Gerhard A. Meinl. Der Auftraggeber selbst spricht vom „Marche de Jumelage“, als „Marsch der Partnerschaft“. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Dominik Stallein äußert sich der Bundesverdienstkreuzträger über die Entstehung des Liedes und seine persönliche Leidenschaft für die Partnerschaft der beiden Städte.
-Herr Meinl, am Samstag wird das Musikstück uraufgeführt, das Sie in Auftrag gegeben haben. Wie kam es dazu?
Was verbindet denn Menschen mehr als Musik? Ich wollte etwas Besonderes für das Jubiläum unserer Partnerschaft schaffen, und so reifte die Idee, einen Marsch in Auftrag zu geben. Das habe ich bereits mehrfach gemacht, zum Beispiel zu runden Geburtstagen meines Vaters. Da meine Familie beruflich seit vielen Generationen im Instrumentenbau zu Hause ist, hatte ich auch die richtigen Kontakte, damit ein schönes und besonderes Stück entstehen konnte.
-Den Marsch hören die Geretsrieder an diesem Samstag zum ersten Mal. Wissen Sie schon, wie er klingen wird?
Ja, natürlich. Ich habe vom Komponisten Thierry Caens die Noten erhalten und er hat auf dem Klavier einen Auszug aufgenommen, den ich mir anhören konnte. Es ist ein lustiges Stück geworden, das aber nicht sehr einfach zu spielen ist. Der Komponist hat darin die deutsche, bayerische und französische Hymne zitiert. Auch Liedgut der Auvergne und hiesige Volkslieder finden sich darin wieder. Gespielt wird es am Samstag von drei Orchestern: Zweien aus Geretsried sowie der Harmonie de Chamalières.
-Sie sind Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Wie viel persönliche Leidenschaft steckt in der Verbindung der beiden Städte?
Natürlich steckt da sehr viel Leidenschaft drin. Damit eine Partnerschaft über 35 Jahre so intensiv geführt werden kann, ist großes Engagement und persönliche Affinität notwendig. Ich denke, auch weil sich so viele Menschen leidenschaftlich einbringen, ist die Verbindung so stark. Das sieht man ja alleine daran, dass heuer rund 160 Franzosen nach Geretsried kommen. Die Sportvereine, Tanzgruppen und Orchester haben einen regelmäßigen, intensiven Kontakt. Es sind innige deutsch-französische Freundschaften entstanden. Auch die Schüleraustausch-Programme zwischen den Städten sind sehr erfolgreich. Viele Geretsrieder und viele Franzosen tragen diese Partnerschaft mit Herzblut weiter und sorgen für besondere Momente. Einen weiteren wollte ich mit dem Marsch der Partnerschaft schaffen – nachhaltig, historisch. Und ich will auch einräumen, dass ich die französische Lebensart liebe und beruflich viel in Frankreich zu tun habe.
Die Uraufführung
des Marsches der Partnerschaft findet an diesem Samstag, 28. Juli, um 16.30 Uhr statt. Das Stück wird in der Aula des Gymnasiums gespielt. Dominik Stallein
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