VonSascha Karowskischließen
Das „Haus der Kinder“ des St. Josef-Vereins in Haidhausen ist gerettet. Ein neuer Träger ist gefunden, die Kita bleibt wohl mindestens 15 Jahre erhalten.
München - Da werden sich die Kleinen riesig freuen – und die Großen auch! Das „Haus der Kinder“ des St. Josef-Vereins an der Preysingstraße in Haidhausen bleibt erhalten. Es hat sich nicht nur ein neuer Träger gefunden, die Kita wird für mindestens 15 weitere Jahre an der Stelle betrieben werden können.
„Haus der Kinder“ des St. Josef-Vereins in München: Träger musste voriges Jahr Insolvenz anmelden
Bereits Ende vorigen Jahres hatte der aktuelle Träger, der katholische St. Josef-Verein, Insolvenz angemeldet. Das Gebäude soll verkauft werden. Das Alten- und Pflegeheim musste bereits im Winter schließen. Und auch die Zukunft der Kita war gefährdet. Die Eltern hatten mehrere Initiativen gestartet, 118 Kinder wären von einer Schließung betroffen. Verschiedene Parteien hatten zudem gefordert, die Stadt solle das Gebäude kaufen und die Kita weiter betreiben. Doch das ist nicht so einfach.
Der Insolvenzverwalter ist natürlich angehalten, möglichst viel Geld durch den Verkauf der Immobilie in Premiumlage einzunehmen. Und auf der anderen Seite ist die finanzielle Situation der Stadt mehr als angespannt.
Nach unseren Informationen gibt es nun aber eine andere Lösung. Das Haus für Kinder mit Krippe, Kindergarten und Hort sowie die Heilpädagogische Tagesstätte wird der Träger „Servus Kids“ übernehmen. Der soll bereits in den nächsten Tagen einen Mietvertrag unterzeichnen. Denn: Offiziell sperrt der St. Josef-Verein zum 1. September zu, der neue Träger würde sodann übernehmen.
„Haus der Kinder“ des St. Josef-Vereins in München: Neuer Träger unterzeichnet Mietvertrag, Kita bleibt 15 Jahre erhalten
Und zum anderen ist schriftlich festgehalten, dass die Kita für die nächsten 15 Jahre in dem Gebäude an der Preysingstraße verbleiben darf, Tagesstätte und Kinderheim zunächst für zwei Jahre. Darauf haben sich OB Dieter Reiter (SPD) und der Insolvenzverwalter verständigt. Demnach ist dies in der Ausschreibung so fixiert worden. Wie zu erfahren war, gibt es gleichwohl noch über 20 Kaufangebote für die Immobilie.
„Der Betrieb der Kita ist für die nächsten 15 Jahre gesichert, eventuell sogar darüber hinaus“, sagte OB Reiter auf Anfrage. Ihm sei wichtig gewesen, dass sich die Stadt zunächst am Bieterverfahren beteiligt, um zu unterstreichen, wie wichtig der Erhalt der sozialen Einrichtung für München ist. „Mit dem neuen Mietvertrag ist der Erhalt der Einrichtung mit demselben Personal und damit der Erhalt der Kitaplätze langfristig sichergestellt.“ Auch SPD-Chefin Anne Hübner freut sich: „Die Sorgen der Eltern und auch der Beschäftigten in den letzten Monaten sind groß gewesen. Es ist schön, dass jetzt alle auch künftig einen sicheren Platz mitten in Haidhausen haben.“
