VonGerti Reichlschließen
Gerade erst haben die Bewohner der Bernöckersiedlung den Ausbau der Tölzer Straße geschafft. Ab Montag, 2. Juli, haben sie wiedder eine Baustelle vor der Tür: für den Bahnhalt an der Realschule.
Gmund – Drei Jahre lang waren die Bewohner der Bernöckersiedlung ebenfalls Leidtragende des Ausbaus der Tölzer Straße. Kaum ist die Straße fertig, sind sie schon wieder dran: Wenn am Montag, 2. Juli, mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten des Bahnhalts an der Realschule beginnen, dann wird der Sammelparkplatz am Eingang zur Siedlung bis 5. Novvember zum Baustellenlager umfunktioniert. Die Fläche, auf der Platz für etwa 30 Fahrzeuge ist, wurde bereits teilweise mit einem Bauzaun abgeriegelt.
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„Wir hatten den Parkplatz genau zwei Tage lang, jetzt ist er schon wieder weg“, ärgert sich Christine Sobisch, die seit 1957 in der Bernöckersiedlung wohnt. Sie ist im Augenblick ohnehin nicht gut auf die Gemeinde zu sprechen, weil diese die Siedlungsbewohner nicht zur Einweihung der Tölzer Straße eingeladen hatte (wir berichteten). „Wo sollen die Gäste der Siedlung jetzt parken“, fragt sich Sobisch und verweist auf die ebenfalls gerade stattfindende Sanierung der Wohnblöcke der Baugenossenschaft. Diese sorge zusätzlich für Parkplatznot. Sie und andere Bewohner würden sich zudem wundern, warum der Parkplatz künftig für BOB-Pendler zur Verfügung stehen soll. „Davon war früher nie die Rede.“ Vielmehr habe es geheißen, es würde ein anderer Parkplatz gebaut.
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Bürgermeister Alfons Besel (FWG) rückt zurecht: Erstens handle es sich um einen öffentlichen Parkplatz, der nicht allein den Bewohnern der Bernöckersiedlung zur Verfügung stehe. Zweitens biete sich der Parkplatz für die Baustellenabwicklung gut an. Zur Ausweisung als Pendler-Parkplatz sagt Besel: „Ich erwarte nicht den großen Run auf den Bahnhalt.“ Viele Fahrgäste aus Finsterwald werden vermutlich zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Man werde nach Öffnung des Bahnhalts die Situation zunächst beobachten. Vorher mache es keinen Sinn, weitere Flächen zu verbauen. Außerdem werde man über eine Bewirtschaftung des Parkplatzes nachdenken. Der Realschulparkplatz, so viel stehe schon fest, werde künftig zwischen 7 und 16 Uhr nicht zur Verfügung stehen.
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