Fürstenfeldbruck

Wahl zum Oberbürgermeister: SPD nominiert ihren Kandidaten

+
Philipp Heimerl.
  • schließen

Die SPD geht mit Philipp Heimerl ins Rennen um den Posten des Oberbürgermeisters in Bruck. Er wird sich mit etlichen anderen Kandidaten messen müssen.

Fürstenfeldbruck - Kurz nachdem die BBV die Kandidatur des Stadtrats Christian Götz angekündigt hatte, traf sich nun der Ortsverein der SPD Fürstenfeldbruck zu einer Sondermitgliederversammlung. Dabei wurde der Fraktionsvorsitzende im Fürstenfeldbrucker Stadtrat, Philipp Heimerl, einstimmig zum Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt gewählt. Das geht aus einer Erklärung der SPD vom Freitagmittag hervor.

Acht Jahre Stadtrat

Der 33-jährige, der seit seiner Geburt in der Stadt Fürstenfeldbruck lebt, vertritt die SPD bereits seit acht Jahren im Stadtrat, davon sechs als Fraktionsvorsitzender. Beruflich begleitet Heimerl Kommunen, staatliche Institutionen und Unternehmen bei Immobilien- und Infrastrukturprojekten als Projektleiter im Bereich Kommunikation. Heimerl ist verheiratet.

In seiner Rede machte er deutlich, dass er für die Große Kreisstadt derzeit viele Herausforderungen sieht, die man nicht mehr mit einem politischen Stil des vergangenen Jahrhunderts bewältigen könne. Politik und Verwaltung in Fürstenfeldbruck müssten sich dem Wandel in so vielen gesellschaftlichen Bereichen aktiv stellen, um eine zukunftsgerichtete Entwicklung zu ermöglichen. „Fürstenfeldbruck hat als Stadt ein unglaubliches Potential. Als Mittelzentrum für den gesamten Landkreis und im Mittelpunkt zwischen den Städten Augsburg und München, haben wir die besten Voraussetzung, um Wachstum und Entwicklung zu ermöglichen, das allen Fürstenfeldbruckerinnen und Fürstenfeldbrucker zu Gute kommt“, sagte Heimerl.

Ermöglicher

Es gehe ihm aber auch, um eine neue Art des Umgangs mit den vielen engagierten Bürgern, die Fürstenfeldbruck zu einer unglaublich lebenswerten Stadt machen. Die Stadt solle sich als Ermöglicher sehen und weniger als Bedenkenträger, sagte Heimerl laut Mitteilung. Dazu braucht es laut Heimerl auch eine umfassende und transparente Informationspolitik nach außen, um Vertrauen zu schaffen und Entscheidung nachvollziehbarer zu machen. Heimerl erklärte: „Nur wenn wir alle Bürgerinnen und Bürger bei der Politik vor Ort mitnehmen, Fragen ernstnehmen und Rückmeldungen aktiv aufnehmen, kann Kommunalpolitik erfolgreich sein.“

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen FFB-Newsletter.)

Als Oberbürgermeister will Heimerl, auch über Fraktionsgrenzen hinweg, Lösungen für die großen Themen in der Stadt suchen. Die Entwicklung des Fliegerhorsts, die Neuaufstellung der Finanzen, der fehlende bezahlbare Wohnraum oder das fehlende Personal in den Kindertagesstätten, waren dabei nur einige Baustellen die er benannte.

Gespräche suchen

In den kommenden Monaten wolle der Oberbürgermeisterkandidat die Zeit bis zur Wahl im März 2023 nutzen, um das Gespräch mit Gruppierungen, Vereinen und Institutionen zu suchen und so seine Ideen zu präsentieren aber vor allem auch Hinweise und Rückmeldungen aufzunehmen. „Ich will in diesem Wahlkampf die Leute nicht nur von mir überzeugen, sondern ihre Anliegen zu meinen machen, um dann im kommenden Jahr als Oberbürgermeister direkt und zielgerichtet mit der Arbeit beginnen zu können“, schloss Heimerl laut Mitteilung seine Rede.     

Heimerl wird sich bei der Wahl - nur der OB wird neu bestimmt, nicht der Stadtrat - am 5. März 2023 mit mindestens sieben anderen Kandidaten messen müssen, wobei nicht alle Gruppierungen oder Parteien schon aus der Deckung gekommen sind. Fest zu rechnen ist damit, dass sich eben Christian Götz (BBV), Alexa Zierl (ÖDP) und Markus Droth (FW) ebenfalls bewerben werden - genauso wie Adrian Best (Linke) und Joe Kellerer (Die Partei).

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck finden Sie auf Merkur.de/Fürstenfeldbruck.

Kommentare