VonAlois Ostlerschließen
„Hilfe, die ankommt!“ Unter diesem Motto steht das Kooperationsprojekt Familienpaten, das demnächst auch im Süden des Landkreises aus der Taufe gehoben werden soll.
Lenggries – Diana Eichmüller von der am Landratsamt zuständigen Fachstelle Familienförderung hat dafür nun mit der Gemeinde Lenggries eine weitere Kommune ins Boot geholt. Der Gemeinderat gab einstimmig Grünes Licht für eine Beteiligung an dem Projekt.
Familienpaten gibt es unter anderem bereits in Bad Tölz und im sogenannten Sozialraum Nord mit den Gemeinden Münsing, Eurasburg, Icking und Egling. Im Sozialraum Süd ist das Projekt auf die Gemeinden Gaißach, Greiling, Jachenau, Lenggries, Reichersbeuern, Sachsenkam und Wackersberg ausgelegt. Mit Ausnahme von Reichersbeuern sind bereits alle genannten Kommunen eingebunden. In den sieben Gemeinden sollen sich laut Eichmüller ab dem kommenden Jahr „lebenserfahrene Menschen als ehrenamtliche Familienpaten engagieren“.
Die Paten sollen nach einer entsprechenden Schulung Familien unterstützen, die vorübergehend auf Hilfe von außen angewiesen sind, sagte Eichmüller bei der Vorstellung des Projekts im Rathaus. Denn: „In jeder Familie gibt es von Zeit zu Zeit schwierige oder herausfordernde Momente und Situationen.“ Hierbei sollen die Paten Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Allerdings nur vorübergehend, denn Familienpaten sollen laut Eichmüller „keine Ersatz-Oma auf Dauer“ sein.
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Das Projekt Familienpaten wird in den ersten beiden Jahren finanziell vom Landkreis unterstützt. Die Gemeinden beteiligen sich nach einem Schlüssel, der sich an der Bevölkerungszahl und später zudem an den aufgetretenen Fällen orientiert. Der von Eichmüller vorgelegte Finanzplan sieht einen Bedarf von jeweils 25 000 Euro pro Jahr vor.
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Wer als Träger für das Projekt in Frage komme, sei noch nicht entschieden. „Neben dem Mehrgenerationenhaus haben auch die Diakonie und andere Einrichtungen Interesse“, sagte Eichmüller. Wenn sich jemand frage, warum er Familienpate werden wolle, dann sollte die Antwort sein: Ich möchte etwas an die Gesellschaft zurückgeben. Im vergangenen Jahr haben laut Eichmüller die Familienpaten im Tölzer Landkreis rund 17 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.
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