VonChristiane Mühlbauerschließen
Seit Jahren warten die Bürger in Benediktbeuern auf die Fertigstellung des Breitbandausbaus.
Benediktbeuern – Die Gemeinde hatte den Vertrag im Dezember 2016 unterschrieben, und eigentlich sollte der Ausbau bis Ende 2017 abgeschlossen sein (wir berichteten mehrfach). Doch es funktioniert immer noch nicht. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag (wir berichteten) entschuldigte sich nun ein Vertreter der Telekom. Das Unternehmen habe damals sehr viele Aufträge bekommen. „Wir waren brutalst engagiert, und es gab zu wenig Baufirmen auf dem Markt“, sagte Ralf Niepel. Er ist verantwortlich für die Service Region Süd und den Infrastrukturvertrieb. „Aber jetzt ist der große Hype vorbei, und die Situation hat sich entspannt.“
Mittlerweile seien die Straßenbaumaßnahmen abgeschlossen, sagte Bürgermeister Toni Ortlieb. Laut Niepel wurden 500 Anschlüsse neu gemacht. 250 Bürger hätten sich entschieden, das Glasfaser bis ans Haus verlegen zu lassen. Freigeschaltet sind die Anschlüsse jedoch noch nicht. „Derzeit läuft noch die Dokumentation in unserem Haus, ob alles funktioniert“, erklärte Niepel. Er sicherte zu, dass im ersten Quartal 2020 aber alles funktionieren werde. „Bis 31. März wird es laufen.“ Die Kunden können dann 500 Megabyte im Upload nutzen und einen Gigabyte im Download.
In der Gemeinde läuft jetzt das Verfahren für den zweiten Förderabschnitt. Hier geht es um Anwesen im Außenbereich. Umsetzung und Abschluss sind im kommenden Jahr geplant. „Wir bleiben in engem Austausch mit der Gemeinde“, versprach Niepel.
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Zwei Telekomläden in Penzberg und einer in Bad Tölz sind laut Niepel mit dem Ausbau in Benediktbeuern vertraut und können Interessenten beraten. Ein Bürger wollte wissen, was man technisch machen müsse, wenn man in einem Mehrfamilienhaus mehrere Parteien habe. „Darum kümmert sich die Telekom“, sagte Niepel. Ein anderer Bürger wollte wissen, ob man auch als Kunde von „1&1“ von diesem Breitbandausbau profitiere. Niepel bejahte: „Weil hier öffentliche Gelder geflossen sind, steht das Angebot diskriminierungsfrei zur Verfügung.“ Andere Anbieter würden sich bei der Telekom einkaufen und dieses Angebot an ihre Kunden weitergeben.
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