Judith Rinshofer und Michael Disl tragen in Pullach zum Erfolg bei

Zwei Hornisten der Tölzer Stadtkapelle im Weltrekord-Team

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„Dabei sein ist alles“: Judith Rinshofer und Michael Disl beim Weltrekord in der Turnhalle des Gymnasiums in Pullach.
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Einen Weltrekord aufzustellen, ist schon ein ganz besonderes Ereignis im Leben - vor allem, wenn es ein musikalischer Weltrekord ist. Judith Rinshofer und Michael Disl von der Tölzer Stadtkapelle ist das gelungen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – 279 Horn-Spieler aus der ganzen Welt haben sich am vergangenen Freitag in Pullach getroffen, um im größten Horn-Ensemble aller Zeiten zu spielen und damit einen neuen Weltrekord aufzustellen. Mit dabei waren auch zwei Musiker der Tölzer Stadtkapelle: Judith Rinshofer (46) aus Tölz und Michael Disl (67) aus Hofstätt (Gemeinde Eurasburg).

„Ich hab’ per E-Mail davon erfahren und hab’ mir gedacht, das wird bestimmt ganz witzig“, berichtet Rinshofer. Ihren Kollegen Michi Disl konnte sie mit der Begeisterung anstecken. Disl spielt seit 49 Jahren in der Tölzer Stadtkapelle, davon 46 Jahre Horn.

Der Weltrekord-Versuch war Teil des Festivals „Carnaval du Cor“, das sich von einer Gaudi-Veranstaltung zu einem internationalen Fachtreffen von Hornisten entwickelt hat. Die Veranstalter hatten die Idee, heuer etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Sie wollten den Rekord aus Österreich aus dem Jahr 2017 mit 179 Hornisten brechen. Ob sich in Pullach genügend Musiker finden würden, blieb bis zum Schluss spannend. Am Freitag waren es dann doch 279 Horn-Spieler, unter ihnen Musiker aus Australien, Südamerika und Asien. Gemeinsam mussten sie den Pilgerchor aus der Oper „Tannhäuser“ spielen, für Hornisten ein relativ einfaches Stück. Das war deshalb wichtig, weil die Mitwirkenden nicht nur unterschiedlichen Alters waren, sondern auch auf unterschiedlichem Niveau.

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Damit alles korrekt abläuft, „war es am Anfang ganz schön bürokratisch“, berichtet Rinshofer. Die Musiker wurden in verschiedene Blöcke eingeteilt, erkennbar an T-Shirts in blau, gelb, grün und weiß. Bis man anfangen konnte, gab es immer wieder Wartezeiten. „Die Stimmung war super“, sagt Rinshofer. „Einige spielten Landler, das war total nett.“ Für den Weltrekord mussten die Hornisten schließlich fünf Minuten gemeinsam musizieren – somit erklang der kurze Pilgerchor zweimal. „Und es klang gar nicht so schlecht“, sagt Rinshofer. Auch Michi Disl hat es großen Spaß gemacht: „Das war beeindruckend. Für so etwas hat man ja nicht jeden Tag die Möglichkeit.“

Unisono sagen die beiden Musiker: „Dabei sein ist alles“, Nur eines haben sie vermisst: „Es wäre schön gewesen, wenn man noch mehr Hornisten aus unserem Landkreis gesehen hätte“, sagt Disl. 

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