Antrag im Stadtrat

Justizzentrum & Co.: Grüne fordern Abriss-Verbot - „Können wir uns nicht mehr leisten“

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Die Zukunft des Strafjustizzentrums ist weiter unklar, ein Abriss soll verhindert werden.
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Die Stadt soll darauf hinarbeiten, dass Bauträger künftig zunächst einen Umbau prüfen, bevor sie ein Gebäude abreißen. Das fordern die Grünen.

München - Um die Frage nach der Zukunft des Strafjustizzentrums am Stiglmaierplatz hat es bereits Debatten gegeben, beispielsweise hatten Bürger Ideen entwickelt, wie das Gebäude erhalten und nach dem Auszug von Richtern und Staatsanwälten in den Neubau am Leonrodplatz öffentlich genutzt werden kann. Die Grünen im Stadtrat nehmen diese Debatte zum Anlass für die generelle Forderung, künftig mehr umzubauen statt abzureißen.

Abriss-Verbot in München? Verwaltung soll Handlungsspielräume für eine Umbau-Alternative prüfen

In einer Mitteilung heißt es, zu viele Gebäude fielen immer noch der Abrissbirne zum Opfer. Statt Bestehendes umzubauen und neu zu nutzen, würden so weitere Flächen versiegelt. Das könne sich die Stadt in Zeiten des Klimawandels nicht mehr leisten.

Konkret wollen die Stadträte mit Anträgen erreichen, dass die Verwaltung prüft, welche Handlungsspielräume bestehen, um vorzuschreiben, dass vor einem Gebäudeabriss zunächst eine Umbau-Alternative in Erwägung gezogen werden muss. Langfristig sei es ferner sinnvoll, die Baugesetze auf Bundesebene entsprechend anzupassen.

Grünen-Stadträtin Anna Hanusch: „Es ist sinnvoll und nachhaltig, bestehende Gebäude umzurüsten“

„Es ist sinnvoll und nachhaltig, bestehende Gebäude umzurüsten und anders zu nutzen“, sagt Grünen-Stadträtin Anna Hanusch. Dabei müsse man gegebenenfalls auch kreativ sein, nicht immer passten beabsichtigte Nutzungen in bestehende Gebäude. „Wir sollten trotzdem nicht abreißen und mit viel neuer Energie einen Ersatzbau hinstellen. Sondern stattdessen das Raumprogramm überdenken oder versuchen, ein anderes Gebäude zu finden, das geeignet ist.“

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