Beliebte Kneipe

„Kesselhaus“ in Bad Tölz: Wirt hört auf - so geht es jetzt weiter

+
Seit über 20 Jahren ein beliebter Treffpunkt: Das „Kesselhaus“ neben dem Alten Krankenhaus.
  • schließen

Das „Kesselhaus“ in Bad Tölz ist eine Kultkneipe. Dass Wirt Lars Wiedenhofer für Ende des Jahres seinen Abschied ankündigt, macht vielen Gästen Sorgen.

Bad TölzEin rot-goldener Thron, eine Seifenkiste und Ponycycles. Das, was jetzt auf dem „Kesselhaus“-Flohmarkt angeboten wurde, ist alles andere als gewöhnlich: viele Schätze aus zahlreichen Jahren des Lokals, seinen Faschingsveranstaltungen und dem Catering-Service. „Kesselhaus“-Wirt Lars Wiedenhofer hat sein Lager ausgemistet, aufgeräumt und verkleinert und vieles, was sich über die Jahre angesammelt hat, zum Verkauf angeboten. Das hat auch einen Grund: Zum Ende des Jahres wird der Wirt das Zepter des „Kesselhauses“ in neue Hände geben.

Seit 2007 ist Wiedenhofer alleiniger Betreiber der Tölzer Kult-Kneipe. Zuvor hat er das „Kesselhaus“ zusammen mit Robert Habel geführt. Die vielen Jahre als Wirt haben an ihm gezehrt, wie Wiedenhofer sagt. Ein Grund dafür ist auch die immer schwieriger werdende Suche nach Personal. Wegen Personalmangels hat das „Kesselhaus“ seit Montag auch für zwei Wochen erstmals Betriebsurlaub.

„Kesselhaus“-Wirt möchte eine Auszeit nehmen

Wenn Wiedenhofer das Lokal übergeben hat, will er zu neuen Kräften kommen. „Ich würde gerne eine Auszeit nehmen“, sagt er. Und vor allem möchte er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen, ehe die in die Schule kommen.

Lesen Sie auch: Umbau abgeschlossen: Die Verwandlung der ehemaligen Kultkneipe „Treibhaus“

Wer in die Fußstapfen Wiedenhofers tritt, will Arnold Torhorst noch nicht verraten. Erst vor Kurzem hat die von Torhorst und seiner Tochter Eva-Marie geführte Gesellschaft CIPP (Centrum für Integrative Psychotherapie und Psychiatrie) das alte städtische Krankenhaus gekauft, zu dem auch das „Kesselhaus“-Gebäude gehört. Zuvor war Torhorsts Unternehmen Pächter des Klinik-Areals.

Der Geschäftsführer hat das Lokal in der Anfangszeit vor über 20 Jahren mit einem Partner sogar zwei Jahre lang selbst geführt, ehe er feststellen musste, dass er eben doch mehr Psychiater als Wirt sei, wie er lachend erzählt. Den neuen Wirt hat Torhorst dennoch mit ausgesucht. Noch gebe es allerdings einiges zu klären, erklärt Torhorst. Erst dann werde der Name von Wiedenhofers Nachfolger veröffentlicht.

Lesen Sie auch: Tölzer Band „Route 66“ spielt im Frauenknast

Eines versichert der Geschäftsführer aber allen „Kesselhaus“-Liebhabern: „Es geht genauso weiter.“ Und das ist Torhorst auch eine Herzensangelegenheit. „Das Kesselhaus ist mein Baby“, sagt er, „und das bleibt es auch.“ 

Eine Verkehrsstreife der Kontrollgruppe Motorrad des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd war am Dienstag gerade auf dem Weg zum Kesselberg, als sie einen rücksichtslosen Verkehrsrowdy entdecken. 

Kommentare