„Weiß, wie gefährlich das sein kann“

Radl-Rambos auf Kustermannfahrbahn: OB Reiter schließt drastischere Regeln nicht aus

  • schließen

Die Stadt hat damit begonnen, die Kustermannfahrbahn sicherer zu machen. Sollten die Maßnahmen nicht ausreichen, droht OB Dieter Reiter mit Konsequenzen.

München – Die Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt soll für Fußgänger sicherer werden. Das hatte die SPD eingefordert. Denn obwohl die Strecke als Fußgängerzone ausgewiesen ist, halten sich vor allem Radfahrer oft nicht an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit. Das Mobilitätsreferat hat reagiert, unter anderem Pflanzkübel aufgestellt und neue Markierungen angebracht. Weitere Schilder sollen folgen.

Die Kustermannfahrbahn soll für Fußgänger sicherer werden.

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

Die Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt: OB Reiter „weiß, wie gefährlich das sein kann“

Die SPD wünscht sich zudem noch einen Zebrastreifen auf der Sparkassenstraße. Sollten diese Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, will OB Dieter Reiter (SPD) härter durchgreifen. „Wenn sich das Verhalten nicht verändert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen damit erhöht wird, schließe ich nicht aus, dass hier drastischere Verkehrsregelungen getroffen werden müssen.“

Die Kustermannfahrbahn ist einer der beliebtesten Orte in der Münchner Altstadt. Gleichzeitig zählt die Fußgängerzone dort zu den gefährlichsten Abschnitten für Fußgänger – denn er ist ebenfalls für Radfahrer, Autos und Busse freigegeben. „Wer einmal zu Fuß versucht hat, über die Kustermannfahrbahn zum Viktualienmarkt oder zurück zu kommen, weiß, wie gefährlich das sein kann“, sagt Reiter.

SPD wünscht sich noch einen Zebrastreifen auf der Sparkassenstraße: „Froh über mehr Verkehrssicherheit“

SPD-Chefin Anne Hübner freut sich daher über die Maßnahmen der Verwaltung. „Wir sind froh über mehr Verkehrssicherheit. Auf den Zebrastreifen in der Sparkassenstraße warten wir aber noch. Nur alle Maßnahmen zusammen können erreichen, dass sich Fußgänger in der Altstadt sicher fühlen, vor allem in Fußgängerzonen.“ Die übrigen Verkehrsteilnehmer müssten Rücksicht nehmen. „Wenn das nicht gelingt, können perspektivisch keine gemeinsame Nutzungen von Fußgängerzonen gestattet werden.“

Rubriklistenbild: © Achim Frank Schmidt

Kommentare