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Kommentar zur Altstadt von Wolfratshausen: „Konkret handeln – und zwar sofort“

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Die Marktstraße von Wolfratshausen soll aufgewertet werden. (Archivbild)
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Die Altstadt soll schöner werden. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden erst in Jahren umgesetzt, der Markt braucht aber jetzt Maßnahmen, kommentiert Redaktionsleiter Carl-Christian Eick.

Wolfratshausen - Mit der vom Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossenen Aufwertung der Altstadt verknüpfen vor allem die Einzelhändler, Gastwirte und Café-Betreiber große Hoffnungen. Doch der aufwendige Prozess mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität in der Wolfratshauser Innenstadt zu erhöhen, hat bis auf den Tag kein sichtbares Ergebnis gebracht. Sieht man von einem Stapel Vorschläge, von groben Visualisierungen und dem Streit über die geplante Versetzung des Marienbrunnens ab.

Carl-Christian Eick, Redaktionsleiter des Isar-Loisachbote/Geretsrieder Merkur

Kommentar zur Altstadt von Wolfratshausen: „Konkret handeln – und zwar sofort“

Im Herbst 2018, das heißt, vor vier Jahren fiel der Startschuss – Stand heute gibt’s nicht einmal eine Entwurfsplanung. Und: Bis dato haben weder Bürgermeister noch Fachbüros gesagt, wie kostspielig der Umbau des Bereichs zwischen der städtischen Musikschule im Norden und der Littig-Villa im Süden wird. Wahrscheinlich reden wir über einen zweistelligen Millionenbetrag – vor dem Hintergrund eines leeren Stadtsäckels.

„In den nächsten fünf Jahren wird es nichts mit der Altstadt-Aufwertung.“

Ich biete die folgende Wette an: Auch in den nächsten fünf Jahren wird es nichts mit der Altstadt-Aufwertung. Wenn die Baggermotoren knattern, hören das mutmaßlich viele, die derzeit ein Geschäft entlang der Marktstraße betreiben, nicht mehr. Weil sie vorher in die Knie gingen.

Deshalb: Es muss jetzt ein Sofortmaßnahmenpaket geschnürt werden. Es braucht zeitnah ganz konkrete Impulse, um der Innenstadt Leben einzuhauchen. Positive Beispiele finden sich nicht zuletzt in anderen Kommunen. Weiter den ganz großen Wurf vorzubereiten, verbietet nicht, kurzfristig zu handeln. Nun schlägt die große Stunde für den Wolfratshauser Stadtmanager.

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