Bürgermeisterin Margit Menrad räumt den Chefposten im Ickinger Rathaus. Es gibt vier potenzielle Nachfolgerinnen. Die CSU bewirbt sich allerdings nur um Sitze im Gemeinderat.
Icking – Vier Frauen bewerben sich in Icking um die Nachfolge von Bürgermeisterin Margit Menrad: Dr. Beatrice Wagner (SPD), Laura von Beckerath-Leismüller (Grüne), Verena Reithmann (UBI) und Cornelia Zechmeister (PWG). Die CSU wird keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. In der Aufstellungsversammlung am Dienstagabend nominierten die zwölf Anwesenden „nur“ ihre Gemeinderatskandidaten. Dennoch stellte der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Werner Weindl fest: „Unsere Partei hat in allen Gemeinden ein Wort mitzureden.“
CSU-Ortschef Dr. Christoph Preuss fasste die Projekte zusammen, die der Gemeinderat in der zu Ende gehenden Amtsperiode abhaken konnte. Zwischen 2014 und 2019 hat die Gemeinde ein Einheimischenmodell geschaffen, dass viel Zuspruch und vor allem Zuzug erfahren habe. „Eine schwierige Phase war die Flüchtlingskrise 2015, in der wir plötzlich darauf reagieren mussten, dass die Turnhallen voll mit Menschen waren“, erinnerte Preuss.
Das Rathaus wurde barrierefrei umgebaut. „Ein Thema, das unsere Bürger eine lange Zeit beschäftigt hat, war die Nahversorgung“, sagte der Gemeinderat. Nun steht an der Mittenwalder Straße der Rewe-Supermarkt. „Wirklich riesengroß, aber es ist eine Einkaufsmöglichkeit.“ Das sei besser, als wenn die Ickinger für einen kleinen Einkauf „in der Weltgeschichte herumfahren müssen“.
Gescheitert ist das Geothermie-Projekt Dorfen. Für den Anteil der erneuerbaren Energien im Landkreis wäre die Geothermie ein Erfolg gewesen, bedauerte Preuss. Aufgeschoben ist der Bau einer Brücke über die B11, um die Anbindung des Sportplatzes zu gewährleisten. „Aber wir haben eine Querungshilfe, die am Ortseingang auch für Verkehrsberuhigung sorgt.“
Die Wahl der Liste nahm Weindl vor. Der Bürgermeister von Lenggries bedankte sich bei allen, die sich für eine Kandidatur entschieden haben. „Klar, einfacher wär´s, wenn man daheim bleibt und gscheit daherredet. Aber die hier Anwesenden setzen sich für das Gemeinwesen ein“, lobte er. Damit spielte Weindl vor allem auf die laufende Debatte über die Mobilfunktechnologie der fünften Generation (5G) an, die Icking, aber auch seine Heimatgemeinde beschäftigt.
Die Spitzenkandidaten für den Gemeinderat sind treue CSUler. Auf Platz eins steht Dr. Christoph Preuss, der die Union seit 2002 im Rathaus vertritt. Es folgt Gudrun Scheifel, Kassierin im Ortsverband. An dritter Stelle hat sich Hans-Peter Stahn aufstellen lassen. Er sitzt seit 2014 im Gemeinderat.
Leonora Mitreuter
Die Kandidaten der CSU Icking
1. Christoph Preuss, 58, Facharzt Innere Medizin
2. Gudrun Scheifl, 58, Rechtsfachwirtin
3. Hans Peter Stahn, 67, selbstständiger Unternehmer
4. Ruth Maria Frech, 28, Ing. Landwirtschaft
5. Peter Kaul, 49, Polizeibeamter
6. Sebastian Leipold, 23, Student
7. Marcel Hetzger, 51, Qualitätsmanager
8. Constantin Beck, 50, Rechtsassessor
9. Florian van Laak, 37, medizinischer Fachangestellter
10. Michael Doering, 59, Kaufmann
11. Thomas Scheifl, 49, Vertriebsingenieur
12. Florian Hain, 30, Angestellter
13. Anna van Laak, 27, Notfallsanitäterin
14. Rainer Wunderlich, 53, Patentanwalt
15. Jürgen Mayer, 52, Angestellter
16. Georg Frech, 68, Landwirtschaftmeister
Einen Überblick über alle Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 in Münsing finden Sie hier.
Alle News und Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen lesen sie immer aktuell und nur auf unserer großen Themenseite.