VonSascha Karowskischließen
Wieder Ärger um die Laimer Röhre in München: Die Kosten explodieren, die Bahn will nun 35 Millionen Euro mehr von der Stadt.
München - Der Umbau der Laimer Unterführung wird deutlich teurer: Die Stadt soll 35 Millionen Euro mehr bezahlen. Das geht aus Unterlagen für den Stadtrat hervor, die unserer Redaktion bereits vorliegen. Demnach hat die Deutsche Bahn deutliche Kostensteigerungen bei dem Projekt angemeldet.
Umweltverbundröhre in München: Deutsche Bahn beziffert die Kosten jetzt auf rund 150 Millionen Euro
Die Bahn ist Bauherrin des Tunnels, den sie im Zuge des Baus der zweiten Stammstrecke neu gestaltet. Die Stadt ist für die Fahrbahn und die technischen Anschlüsse zuständig. So trägt München auch den Großteil der Kosten. Die Laimer Unterführung wird als sogenannte Umweltverbundröhre ausgebaut, dort soll künftig neben Bussen und Autos auch die Trambahn durchfahren.
Die Unterführung ist Teil der Tram-Westtangente, die künftig den Romanplatz in Neuhausen mit dem U-Bahnhof Aidenbachstraße in Obersendling verbinden soll. Ursprünglich hatte die DB mit Gesamtkosten von rund 107 Millionen Euro kalkuliert, der Anteil der Stadt betrug knapp 96 Millionen Euro. Laut DB hätten sich aber zwischenzeitlich marktbedingt Kostensteigerungen ergeben. Der Konzern kalkuliert nun mit Gesamtkosten von knapp 150 Millionen Euro, die Stadt soll davon rund 130 Millionen Euro übernehmen.
Umweltverbundröhre in München: Deutsche Bahn hat bereits den zeitlichen Rahmen nicht eingehalten
Es ist nicht das erste Mal, dass es im Zusammenhang mit der Umweltverbundröhre schlechte Nachrichten gibt. Erst im Oktober vorigen Jahres hatte die Bahn mitgeteilt, den zeitlichen Rahmen nicht einhalten zu können. Ursprünglich hätte der Rohbau der Röhre Ende 2025 fertig sein sollen. Nun ist die Übergabe der nördlichen und mittleren Abschnitte für Mai 2026 und des südlichen für Oktober 2027 terminiert.
Rubriklistenbild: © Markus Götzfried

