Öffentlicher Nahverkehr

Mini-Busse erobern die Altstadt und neue Takte im Linienbetrieb: Welche Fahrzeuge bald wieder regulär fahren

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Startschuss für die Mini-Busse und E-Rikscha geben (v.l.) Clemens Baumgärtner, Georg Dunkel, Sinaida Cordes und Dominik Krause.
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Die Stadt startet mit einem Mini-Bus-Ring in der Altstadt. Außerdem ändern sich Fahrzeiten im Linienbetrieb, einige Busse kehren zum Fahrplan zurück.

München - Jetzt geht es in der City rund! Vom nächsten Mittwoch an werden elektrische Mikrobusse und Rikschas Fahrgäste in der Altstadt ans Ziel bringen. Dann startet der Testbetrieb von „Altstadtmobil“ in der Innenstadt. Die Mikrobus-Ringlinie verläuft dabei teilweise sogar in der Fußgängerzone. Während der Testphase bis zum Herbst ist die Nutzung der neuen Verkehrsmittel kostenlos. Die insgesamt vier Mikrobusse haben sechs Sitzplätze und sind rollstuhlgerecht, ebenso eine der fünf E-Rikschas.

Neuigkeiten im Linienbetrieb: Bus 52 fährt wieder alle zehn Minuten, City Ring wird ausgedünnt

Und auch beim Linienbetrieb gibt es Neuigkeiten, denn zum 29. Juli werden einige Busse zum herkömmlichen Fahrplan zurückkehren. Der Bus 52 fährt dann wieder alle zehn statt 20 Minuten. Der Bus 56 ist an Schultagen am Nachmittag alle fünf Minuten statt alle zehn Minuten unterwegs, das gilt auch für den Bus 57.
Dafür ändern sich die Takte bei anderen Linien.

Der Bus 50 fährt am Sonntag im 20-Minuten-Takt (jetzt 10-Minuten). Der Bus 56 ist an Schultagen morgens im Takt 6/7 statt Takt 5 unterwegs. Beim City Ring entfallen im Abschnitt Hauptbahnhof – Silberhornstraße die Verstärker, die Linie wird nur alle zehn Minuten statt fünf bedient. Der Bus 164 fährt an Schultagen-Nachmittagen im 20-Minuten-Takt (aktuell alle zehn Minuten). Und der Bus 197 ist alle 20 Minuten statt alle zehn Minuten unterwegs.

Der Mobilitätsausschuss des Stadtrats hatte im Februar den Test der elektrisch betriebenen Kleinstbusse und E-Rikschas beschlossen. Trotz der sehr guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr seien die Wege innerhalb der Innenstadt für diese Gruppen oft zu weit, vor allem wenn sie mehrere Ziele ansteuern wollten, hieß es in dem Beschluss. In einer Untersuchung hatte sich zudem herausgestellt, dass viele deshalb Einkäufe und Aufenthalte in der Innenstadt vermieden oder auf das Nötigste beschränken. 

Neuer Mini-Bus-Ring in der Altstadt: „Ermöglichen noch mehr Menschen den Besuch im Herzen unserer Stadt“

„Mit dem Altstadtmobil ermöglichen wir noch mehr Menschen den Besuch im Herzen unserer Stadt. Damit schaffen wir nicht nur mehr Teilhabe für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, sondern unterstützen auch den Einzelhandel, der besonders wichtig ist für eine attraktive und lebendige Innenstadt“, sagte der zweite Bürgermeister Dominik Krause (Grüne). 

„Wir wissen, dass gute Erreichbarkeit ein wesentliches Kriterium für den Besuch von Praxen, Gaststätten oder kulturellen Einrichtungen im Zentrum ist“, sagte Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU). Deshalb strebe er an, nach der Testphase das neue System fest zu etablieren.

Die Mikrobusse verkehren mittwochs bis samstags von 8 bis 22 Uhr im Zehn-Minuten-Takt zwischen Marienplatz, Frauenkirche, Sendlinger Tor, Rindermarkt, Tal und Isartor. Die Rikschas stehen von 7 bis 24 Uhr auf Abruf an den Haltestellen oder auf Zuwinken zur Verfügung.

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