VonSascha Karowskischließen
Die Stadt soll Flächen auf dem Fröttmaninger Berg für Open-Air-Events für junge Menschen zur Verfügung stellen. Das fordern mehrere Fraktionen im Stadtrat.
München - Ausgelassen feiern und auch mal laut sein dürfen: Das ist für junge Menschen in München wichtig, aber aufgrund der knappen Flächen vielerorts schwierig. Eine breite Mehrheit im Stadtrat (CSU, Grüne, SPD und FDP) setzt sich nun dafür ein, künftig regelmäßig Konzerte und andere Open-Airt-Events am Fröttmaninger Berg zu erlauben. Dazu soll die Stadtverwaltung in Kooperation mit Vertretern der jungen freien Szene ein Konzept zur kulturellen Nutzung entwickeln.
Partys am Fröttmaninger Berg: „Junge Menschen brauchen Platz für Spaß und Lebensfreude“
Die Flächen am Fröttmaninger Berg – genauer gesagt der Skatepark und die Hubschrauberlandeplatz-Wiese – werden vereinzelt schon bespielt, heuer zum Beispiel an drei Terminen im Rahmen des Projekts „MUCs Munich Urban Celebrations 2024“. Die Flächen hätten den großen Vorteil, dass sie zwar abgelegen und somit ohne Störpotenzial für Anwohnerinnen und Anwohner sind, aber trotzdem über die notwendige Infrastruktur wie Starkstrom- und Wasseranschluss verfügen. Auf Initiative der CSU wird nun beantragt, die Flächen am Fröttmaninger Berg hinsichtlich einer regelmäßigen Nutzung zu prüfen. Ziel ist ein Konzept, das die Interessen junger Menschen sowie den Umweltschutz berücksichtigt.
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„Junge Menschen brauchen Platz für Spaß und Lebensfreude“, sagt CSU-Stadtrat Alexander Reissl. „Im dicht besiedelten München sind Plätze rar, an denen man konfliktfrei draußen feiern kann.“ Eindrucksvoll habe die Krachparade am 25. Mai gezeigt, wie groß der Bedarf an Orten für Veranstaltungen von jungen Menschen ist, ergänzt Grünen-Stadtrat David Süß. „Deshalb sind wir mit den Akteuren und der Fachstelle Moderation der Nacht in einem ständigen Austausch, um neben dem wichtigen Ort am Fröttmaninger Berg weitere Orte für Open-Air-Veranstaltungen zu finden.“
„Vorteil, dass keine Anwohner vom Lärm gestört werden“: Politik will Partys am Fröttmaninger Berg erlauben
„München sei schon immer eine Stadt der Lebensfreude, sagt Klaus Peter Rupp (SPD). „Deshalb begrüßen wir es sehr, dass junge Menschen am Fröttmaninger Berg eine kommerzfreie Event-Fläche zum Feiern und für Konzerte bekommen.“ Ungewöhnliche Orte für Partys und Konzerte seien schließlich spannend und attraktiv, findet auch Gabriele Neff (FDP). „Der Platz am Fröttmaninger Berg hat zusätzlich den Vorteil, dass keine Anwohner vom Lärm gestört werden und die nötige Infrastruktur schon vorhanden ist.“
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