- VonRegina Mittermeierschließen
Der Ratskeller in München schließt Ende 2025. Bisher ist die Frage nach der Zukunft der Räume offen. Kritik kommt von der CSU/FW-Fraktion im Stadtrat.
München – Bald ist Schluss. Zum 31. Dezember sperren die Wirte Peter Wieser sowie Toni Winklhofer (sein Schwager) nach 50 Jahren den Ratskeller zu. Darüber berichtete unsere Redaktion im April exklusiv. Viele rätseln, was mit den historischen Räumen im Rathaus-Keller mitten in der Altstadt am Marienplatz passiert.
Ratskeller-Aus in München: Fraktion fordert Antworten
Die CSU/FW-Fraktion meldet sich nun zu Wort. Demnach gibt es von der Stadt noch keine Auskunft auf die Frage nach der Zukunft des Ratskellers. In einer Anfrage an OB Dieter Reiter (SPD) fordern die Politiker Antworten.
Hintergrund des Endes der Traditionsgaststätte sind private Gründe. Zudem sind im Lokal Sanierungen nötig, die Wieser und Winklhofer zufolge rund 1,5 Millionen Euro kosten würden. Und die Generalsanierung des Münchner Rathauses steht an. Diese sollte zunächst 2027 beginnen, dann wurde der Start auf 2032 verschoben. Und eine Sprecherin des zuständigen Kommunalreferats erklärt auf Anfrage unserer Redaktion, dass diese „in den 2030er-Jahren starten wird“.
Stadt-Sprecherin: Entscheidung nach laufenden Untersuchungen
Auch zu Interessenten für einen Weiterbetrieb bleibt sie vage. Sie könne über Vertragsverhältnisse mit Dritten keine Auskunft geben. Und: Eine Entscheidung zur Weiternutzung werde erfolgen, „nachdem die aktuell laufenden Untersuchungen abgeschlossen sind und der Umfang der notwendigen Maßnahmen geklärt ist.“ Dabei liege der Fokus auf der technischen Ertüchtigung der veralteten Gebäudetechnik. „Ziel ist es, den Ratskeller zu erhalten.“
Als Zukunfts-Vision für die Räume stand einmal ein riesiges Bällebad im Raum. Und die Grünen im Stadtrat schlugen kürzlich in einem Antrag eine Nutzung als städtischer Club oder Kulturraum vor. Manuel Pretzl, Chef der CSU/FW-Fraktion: „Wir würden den Ratskeller wirklich gerne als Gastronomie erhalten. Wir fordern die Stadt dringend auf, den aktuellen Sachstand aufzuklären und dem Ratskeller eine Perspektive zu bieten.“
