Projekte in der Gemeinde

Neuer Bus,  Mitfahrerbank und E-Tankstelle für Heilbrunn

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Bitte mitnehmen: Die neue Mitfahrer-Bank am Bad Heilbrunner Rathaus präsentieren (v. li.) Hans Keller (Gemeinde), Veronika Bruno (Initiatorin), Grundschul-Rektorin Gabi Bauernfeind und Bürgermeister Thomas Gründl.
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Gleich Dreierlei weihte Heilbrunns Bürgermeister Thomas Gründl am Mittwochvormittag ein. Den neuen Bus für die Grundschule, das Mitfahrer-Bankerl und eine E-Auto-Zapfsäule.

Bad Heilbrunn – „Es gibt, glaube ich, hier in der Gegend keine andere Grundschule, die einen gemeindeeigenen Bus benutzen darf“, sagte Rektorin Gabi Bauernfeind. Der bisherige Bus war schon fast 18 Jahre alt, sagte Gründl. Er sei auch kein Aushängeschild mehr gewesen. Wofür braucht die Schule den Kleinbus? „Viele Kinder kommen von außerhalb“, sagte Bauernfeind. Mit 40 Quadratkilometern ist Bad Heilbrunn eine flächenmäßig sehr große Gemeinde. Einige der Kinder aus den verschiedensten Ortsteilen müssten nach Schulschluss lange warten. Diese würden von Hausmeister Christian Marek mit dem Kleinbus nach Hause gebracht. Auch gebe es viele Arbeitsgruppen, die sich nachmittags treffen. Kinder, die sich in diesen engagieren, hätten häufig Probleme, nach Hause zu kommen. Für Ausflüge mit kleineren Gruppen sei das Fahrzeug auch praktisch. „Wir sind damit versichert und müssen keinen großen Bus mehr bestellen“, sagte Bauernfeind. Insgesamt 37 000 Euro hatte die Anschaffung gekostet, sagte Gründl. 17 000 Euro wurden mithilfe von 14 Sponsoren refinanziert – es beteiligten sich örtliche Handwerker und Firmen.

Auch bei der neuen Mitfahrerbank vor dem Heilbrunner Rathaus hatten die Grundschüler ihre Finger mit im Spiel. Sie haben das bunte Kunstwerk nämlich gestaltet. Aus allen Klassen waren Kinder mit dabei. Auf die Idee gekommen war Veronika Bruno. Gemeinsam mit der Gemeinde wurden Standorte abgeklärt. Jetzt gibt es vier Bänke: neben der vor dem Rathaus auch jeweils eine in Hohenbirken, Obersteinbach und Oberbuchen. Insgesamt kosteten diese mitsamt der Richtungsweiser 3300 Euro. Man wolle keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr darstellen, so Gründl – daher beziehe sich das Angebot nur auf Strecken, die eben nicht oder nicht häufig bedient werden. Wie Bruno sagte, diente Malerin Gabriele Münter als Vorbild für die Gestaltung der Bank. „Die Themen sind für die Kinder gut“, sagte sie. Aus der Gestaltung der vier Bänke entstand auch die Idee, dass die Kinder die neue Unterführung unter der B 472 verschönern könnten. Dieses Projekt ist für Juni angedacht.

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Als letztes präsentierte Thomas Gründl die neue Ladesäule am Rathaus. Zwei E-Autos können dort zur gleichen Zeit aufgeladen werden. „Wir wollen die E-Mobilität unterstützen“, sagte er. Knapp 12 000 Euro kostete die Säule, mit knapp 5000 Euro wurde das Aufstellen bezuschusst. Derzeit ist das Laden gebührenfrei. „Wir prüfen die Abnahme und werden uns nach etwa einem Jahr Gedanken machen, wie wir weiter verfahren.“  

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