Neun Chöre, allesamt Mitglieder im Chorverband des Landkreises, sind am Sonntag ins Klosterdorf gekommen und haben gemeinsam eine eindringliche Chorweihnacht gestaltet, die es den Mitwirkenden und Zuhörern warm ums Herz werden ließ.
Benediktbeuern – Es hatte wirklich etwas Erhabenes, als unzählige Chorstimmen – Männer, Frauen und Kinder – den großartigen Kirchenraum der voll besetzten Basilika in Benediktbeuern in Schwingung versetzten – in diesem barock-üppig ausgestatteten und von Hans Georg Asam ausgemalten größten Gotteshaus im Tölzer Land.
Neun Chöre, allesamt Mitglieder im Chorverband des Landkreises, sind am Sonntag ins Klosterdorf gekommen und haben gemeinsam eine eindringliche Chorweihnacht gestaltet, die es den Mitwirkenden und Zuhörern warm ums Herz werden ließ.
Mitgewirkt haben der Männerchor Sachsenkam (Leitung Marcus Rummel), die Chorgemeinschaft St. Georg Holzhausen (Ludwig Ettmayr), der Wolfratshauser Kinderchor (Yoshihisa Kinoshita), der Benediktenwandchor (Hanns-Dieter Haas), die Chorella Sachsenkam (Cecilia Geréd), der Liederkranz Lenggries (Wolfgang Morlang), die Sängerrunde Bad Heilbrunn (Thomas Vollmer), der Liederkranz Kochel (Thomas Vollmer) und das Vokalensemble Mixed Voices (Roland Hammerschmied).
Jedes Ensemble steuerte drei bis vier kurze Chorsätze zur Advents- und Weihnachtszeit bei, insgesamt wurden also rund 30 bekannte oder selten zu hörende geistliche Lieder vorgetragen. Damit schnürten die Mitwirkenden trotzdem ein zeitlich recht straffes und auch sehr abwechslungsreiches Programm, das die Konzentrationsfähigkeit der Zuhörer nicht über Gebühr strapazierte.
Die Gruppen trugen bekannte alpenländische Weisen und lateinische Kirchenlieder, sehr alte und auch moderne Kompositionen sowie Lieder aus dem angelsächsischen Raum vor und stellten dabei ihr breit gefächertes Repertoire und natürlich auch ihr Können unter Beweis.
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Es war auch gut zu erkennen, dass die neun Chorgemeinschaften bei ihrer Repertoire-Pflege ganz eigene Akzente setzen und für unterschiedliche Stilrichtungen offen sind.
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Daneben haben sie sich alle natürlich auch dem geistlichen Liedgut verschrieben, häufig auch in direkter Anbindung an eine Pfarrei. Sie pflegen den Schöngesang und bilden damit einen wichtigen Teil der bemerkenswert großen musikalischen Vielfalt in unserem Landkreis ab. Jeder Chor für sich ist auf diese Weise auch ein Botschafter des kulturellen Lebens in seiner Heimatgemeinde.
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Arnim Wittich, Kreis-Chorleiter aus dem Vorstand des Chorverbands, zeigte sich sehr zufrieden darüber, dass so viele Chöre aus dem Landkreis trotz ihrer zahlreichen anderweitigen Verpflichtungen in der Vorweihnachtszeit an dieser zentralen Chor-Weihnacht teilgenommen haben: „Sie haben auf diese Weise vor einem größeren Publikum die unterschiedliche Ausrichtung und Breite der Chormusikpflege in unserem Landkreis unter Beweis gestellt und dafür den verdienten Beifall bekommen. Das war beste Werbung in eigener Sache, denn die Zuhörer konnten spüren, dass der Chorgesang für alle Beteiligten eine ganz wunderbare Sache ist.“
Rainer Bannier