Erst heiße Sommer-Temperaturen, gefolgt von einem Gewitter-Knall und dann fast 40 Grad? Das Wetter in Franken könnte extrem werden.
Nürnberg - Der Sommer verwöhnt Bayern derzeit nahezu durchgehend. Die Sonne scheint oft am wolkenlosen Himmel, die Temperaturen kratzen an der 30-Grad-Marke oder liegen sogar darüber. „Am Mittwoch überquert uns ab Mittag von Westen her eine Kaltfront. Scharf ausgeprägt ist diese Front aber mal wieder nicht, vielmehr handelt es sich um einen breiten Streifen mit einer langsamen Abkühlung“, berichtet Wetter-Experte Stefan Ochs (wetterochs.de) in seiner Prognose für die Regnitzregion.
30 Grad in Franken: Bayern drohen am Mittwoch Gewitter
Bis zum Mittwochmittag, 7. August, scheint demnach häufig die Sonne, es bleibt trocken, die Temperaturen steigen bis auf 30 Grad. Anschließend wird es wohl wechselnd bewölkt, es drohen Schauer und Gewitter. „Die Labilität ist zwar am Mittwoch insgesamt hoch, aber in ca. 1800 m Höhe befindet sich eine Inversion, die den Quellwolken auf ihrem Weg nach oben im Weg steht. Das deutet auf eher wenige Gewitter hin, die dann aber doch auch lokal kräftig ausfallen können“, so die Vorhersage des Experten.
„Von Donnerstag bis Samstag fließen mit gelegentlich auffrischenden Westwinden Atlantikluftmassen zu uns. Dabei macht sich ein schwacher Keil des Azorenhochs bemerkbar, der durch absinkende Luftbewegungen die Bildung von Regenschauern weitgehend unterdrückt, so dass es überwiegend trocken bleibt“, so die Prognose. Die Höchsttemperaturen liegen der Vorhersage zufolge bei 26 Grad. Am Sonntag klettert das Thermometer dann wieder auf heiße 31 Grad.
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Temperaturen um 40 Grad in Franken? Prognose noch unsicher
„Für nächste Woche Montag und Dienstag gibt es jetzt vermehrt Wettermodell-Läufe mit sehr hohen Temperaturen von 36 bis 39 Grad“, so Ochs. Ausgelöst wird das durch ein Tief mit Kern bei Irland, das Saharaluft nach Mitteleuropa lenkt. Zudem kommt im Lee der Alpen noch eine Föhnkomponente hinzu, wie Ochs berichtet.
Dadurch steigen die Temperaturen weiter an. „Allerdings ist die Hitze stark von dem Tief getrieben und kommt ohne ein stabiles Hoch daher. Auch sind die Strukturen nicht stabil, sondern verlagern sich relativ schnell von West nach Ost.“ Eine Woche im Voraus ist so eine Vorhersage deshalb noch als unsicher einzustufen, so Ochs. (kam)