Fall für den Staatsschutz

Hass und Hetze gegen Israel: Polizei ermittelt nach Pro-Palästina-Demo mitten auf dem Marienplatz

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Mitten auf dem Marienplatz wurden der Tod aller Juden und die Auslöschung des Staates Israel gefordert. Die Münchner Polizei ermittelt nach der Demonstration, zu der „Palästina spricht“ aufgerufen hat.

Am Montagabend haben nicht knapp 900 Münchner auf dem Odeonsplatz ihre Solidarität mit dem angegriffenen Staat Israel demonstriert. Nur 500 Meter entfernt gab es auf dem Marienplatz eine Pro-Palästina-Demo, an der laut der Polizei 370 Personen teilgenommen haben. Nach dieser Veranstaltung gibt es Ermittlungen des Staatsschutzes. Zum einen wurde ein Plakat hochgehalten, mit dem das Existenzrecht Israels in Abrede gestellt wurde. Konkret geht es um die Formulierung „From the river to the sea Palestine will be free“. Laut des Präsidiums wird der Inhalte derzeit von Polizei und Staatsanwaltschaft „strafrechtlich gewürdigt“. Zum anderen wird gegen einen Iraker (25) wegen Volksverhetzung und Beleidigung ermittelt. Er schrie herum, bezeichnete alle Israelis als Terroristen und rief dazu aus, alle Juden zu töten. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Pro-Palästina-Demo am Montagabend, während das Münchner Rathaus mit der Flagge Israels bestrahlt wird.

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Veranstalter teilt Plakat auf Instagram

Aufgerufen hatte zu der Veranstaltung auf dem Marienplatz die Organisation „Palästina spricht“ - unter anderem mit einem Post auf der Internet-Plattform Instagram. Auf TikTok wurde der Aufruf mit einem Video geteilt, das eine laut schreiende Menge zeigte. Nach dem Demo hat „Palästina spricht“ Bilder und Posts der Veranstaltung geteilt - auf denen auch das Plakat zu sehen ist, wegen dessen es die Ermittlungen gibt.

Der Demo-Veranstalter teilt auf Instagram Fotos, auf denen das Anti-Israel-Plakat zu sehen ist.

Solidarität mit Israel auf dem Odeonsplatz

Ganz andere Töne wurden am Montagabend derweil am Odeonsplatz angeschlagen. Dort haben sich 850 Personen demonstrativ an die Seite Israels gestellt, darunter viele Politiker. Ein breites Parteien-Bündnis (SPD, Grüne, CSU, FDP und Volt) und zahlreiche Organisationen unterstützten die Kundgebung. Redner wie Teilnehmer zeigten sich tiefst bestürzt über die blutigen Angriffe der radikalislamischen Hamas, die am Samstag begonnen haben. Sie forderten inzwischen 900 israelische Todesopfer, darunter viele Zivilisten, die auf bestialische Weise um ihr Leben gebracht wurden. 2500 Israelis erlitten den blutigen Attacken Verletzungen.

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