VonChristoph Petersschließen
Das wird alle freuen, die sehnlichst auf ein Grundstück in Peiting warten: Zwischen Zugspitz- und Bergwerkstraße soll auf einer bislang privaten Fläche ein weiteres Baugebiet entstehen. Zuletzt hatte die Gemeinde bereits am Hochweg, am Bachfeld und am Starenweg neue Baugebiete auf den Weg gebracht.
Peiting – Die frohe Kunde verkündete Bürgermeister Michael Asam in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses. Wie der Rathauschef berichtete, war der Eigentümer der rund 11 000 Quadratmeter großen Fläche auf die Gemeinde zugekommen und hatte das Areal als mögliches Baugebiet angeboten. Im Gremium ging es nun um eine mögliche Bebauung. Marktbaumeister Fabian Kreitl hatte zwei Varianten erarbeitet. Die erste sah 23 kleinere Grundstücke von rund 450 Quadratmetern vor, die vor allem für Doppelhäuser geeignet wären. In der zweiten Variante, die auch der Eigentümer favorisiere, wie Kreitl hinzufügte, lag die Grundstücksgröße zwischen 540 und 550 Quadratmetern. 18 Einzelhäuser hätten in diesem Fall auf dem Areal Platz.
Im Gremium gingen die Meinungen auseinander. „Mir wäre die Variante eins lieber, da hier deutlich mehr Leute zum Zug kommen würden“, sagte Christian Lory (Unabhängige). Dem pflichtete auch Norbert Merk (CSU) bei, der auf die anderen Baugebiete verwies, wo man vor allem größere Parzellen ausgewiesen habe. „Viele werden sich diese nicht leisten können.“ Genauso sah es Silvia Ruhfass-Bückle, die ebenfalls für die kleineren Grundstücke plädierte.
Sowohl Doppel- als auch Einzelhäuser
Während Franz Seidel (BVP) klar zur zweiten Variante tendierte, konnten sich Herbert Salzmann (SPD) und Peter Ostenrieder (CSU) eine Misch-Lösung vorstellen. „Bei Doppelhäusern gibt es oft Probleme, ich bin deshalb dafür, dass wir beides zulassen“, sagte der designierte Bürgermeister.
Dieser Vorschlag setzte sich am Ende auch durch. Mit ihm wird der Bürgermeister nun in die Verhandlung mit dem Grundstückseigentümer gehen. Einig waren sich die Räte, dass eine Bebauung an dieser Stelle gut ins Ortsbild passt. Einzig die Nähe zum Gewerbegebiet machte Seidel Sorgen. Doch da konnte der Marktbaumeister den 2. Bürgermeister beruhigen. „Wir erwarten da keine Probleme hinsichtlich der Emissionen.“
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