Die erste der rund 600 Mitarbeiter der „Hörmann Automotive Penzberg GmbH“ (HAP) haben ihre Kündigung erhalten. Die Produktion sei angesichts der dezimierten Belegschaft „hart an der Kante“.
Penzberg – Bei der „Hörmann Automotive Penzberg GmbH“ (HAP) haben die ersten der rund 600 Mitarbeiter ihre Kündigungen erhalten. Es seien knapp 20 Mitarbeiter. Das teilte Daniela Fischer von der IG Metall Weilheim auf Nachfrage mit.
„Die große Kündigungswelle wird aber jetzt im September los gehen“, gibt Fischer die Vermutung des Betriebsrates wieder. Der Grund, warum schon weit vor der tatsächlichen Betriebsschließung im Sommer 2020 Kündigungen ausgesprochen würden, seien die langen Kündigungsfristen von bis zu sieben Monaten für Mitarbeiter, die beispielsweise besonders lange im Betrieb beschäftigt waren, so Fischer. Bis zum 30. Juni nächsten Jahres soll der Betrieb still gelegt werden. „Dabei bleibt es“, gibt Fischer eine Aussage des Konzerns wieder.
Produktion „hart an der Kante“
Einige der HAP-Mitarbeiter hätten auch schon Eigenkündigungen vorgenommen. „Die sind auch schon ausgeschieden“, so Fischer. Um wie viele Mitarbeiter es sich dabei genau handelt, könne sie aber nicht sagen.
In jedem Fall ist es aber bereits eine dezimierte Belegschaft, die in dem Penzberger Werk die Produktion am Laufen hält und die noch anstehenden Aufträge ausführt. Angesichts der geringeren Mitarbeiterzahl sei die Produktion „hart an der Kante“, sagte Fischer. „Aber es läuft.“
Von Franziska Seliger
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