Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Nach angekündigter Werkschließung: Absurde Situation bei HAP in Penzberg

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HAP in Penzberg: Die Werkschließung steht bevor.
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Bei HAP in Penzberg blieb die dritte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ohne Ergebnis - im Werk herrscht indes eine absurde Situation.

Penzberg – Die dritte Verhandlungsrunde bei HAP ist ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Arbeitnehmer, Arbeitgeber und IG Metall hatten sich am Dienstag abermals getroffen, um über Sozialplan und Abfindungen zu verhandeln. Es gebe noch kein Ergebnis, teilte die Gewerkschaft auf Anfrage mit. Man habe dem Unternehmen gegenüber die eigenen Forderungen betont und den Arbeitgeber zu konkreten Aussagen dazu aufgefordert.

Das Ziel war ursprünglich, bis 10. Mai ein Ergebnis zu haben. Für diesen Tag ist nun das nächste Treffen angesetzt. Wie berichtet, hat das Unternehmen „Hörmann“ angekündigt, sein Penzberger Werk mit einer Stammbelegschaft von 630 Mitarbeitern bis Juni 2020 zu schließen und die Produktion zu verlagern.

Vor diesem Hintergrund berichtete Betriebsratsvorsitzender Thomas Nachtmann diese Woche in der SPD-Nominierungskonferenz von einer absurden Situation. Normalerweise würden Betriebe geschlossen, da keine Arbeit da ist. Bei HAP in Penzberg gebe es momentan jedoch trotz der angekündigten Stilllegung „Arbeit ohne Ende“.

Nachtmann mahnte die Politik zugleich zur Vorsicht, um den gewünschten Erfolg bei den Verhandlungen über Interessensausgleich und Sozialplan nicht zu gefährden. Er bezog sich damit auf Äußerungen, es gebe Gespräche mit anderen Unternehmen oder Investoren. Dies, bat er, dürfe „nicht über unsere Köpfe hinweg“ geschehen.

Das Aus für das HAP-Werk war im April bekannt gegeben worden.

Die Verhandlungen über einen Sozialplan starteten kurz darauf.

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