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In etwa einer Woche findet die Sicherheitskonferenz in München statt. 65 Staats- und Regierungschefs haben sich bereits angekündigt – deutlich mehr als je zuvor.
In gut einer Woche findet in München die Sicherheitskonferenz statt – und laut Wolfgang Ischinger, dem Vorsitzenden der Siko, zeichnet sich ein Teilnehmer-Rekord ab. Der Andrang auf das weltweit wichtigste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik, das vom 13. bis 15. Februar in München stattfindet, stelle „alles bisher Dagewesene in den Schatten“, so Ischinger gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Es kommen mehr Staats- und Regierungschefs als jemals zuvor, es kommen mehr US-Kongressmitglieder als je zuvor und auch mehr Außenminister.“
Mehr Teilnehmer als je zuvor bei Sicherheitskonferenz
Wie Ischinger mitteilte, übertreffe die diesjährige Ausgabe alle bisherigen Konferenzen in sämtlichen Kategorien. Neben einer nie dagewesenen Zahl an Staats- und Regierungschefs werde auch die Beteiligung aus dem US-Kongress einen neuen Höchststand erreichen. Zudem hätten mehr Außenminister ihre Teilnahme zugesagt als in den Vorjahren. „Das ist in allen Belangen eine Sicherheitskonferenz der Superlative“, erklärte der Konferenzleiter laut dpa.
Die Konferenzleitung veröffentlichte konkrete Zahlen: Bislang haben 65 Staats- und Regierungschefs ihre Anwesenheit bestätigt – rund eine Woche vor Beginn des Treffens im Hotel Bayerischer Hof. Im Vergleich dazu waren es im vergangenen Jahr lediglich 42. Bei den Außen- und Verteidigungsministern stehen derzeit 98 Namen auf der Gästeliste, während es 2025 noch 87 waren. Aus dem US-Parlament werden über 50 Senatoren und Abgeordnete des Repräsentantenhauses erwartet, wie die Konferenzleitung mitteilte.
Rubio kommt nach München – Vance wohl nicht dabei
Zu den hochrangigsten Gästen wird US-Außenminister Marco Rubio gehören. Anders als im Vorjahr wird US-Vizepräsident JD Vance voraussichtlich nicht an der Konferenz teilnehmen. Ischinger geht fest davon aus, dass auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach München reisen wird. Russische Regierungsvertreter werden trotz der aktuell laufenden Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi über ein Kriegsende nicht erwartet.
Die Veranstalter wiesen darauf hin, dass sich die Teilnehmerzahlen noch verändern können. Sowohl weitere Zusagen als auch Absagen seien bis zum Konferenzbeginn möglich.
Europa stark vertreten – Merz erstmals als Kanzler
Von europäischen Staats- und Regierungschefs sind bislang nur ein paar Namen offiziell bestätigt. Friedrich Merz wird erstmals als amtierender Bundeskanzler an dem Expertentreffen teilnehmen und dort die Sicherheitspolitik seiner Regierung präsentieren, wie die Konferenzleitung bekanntgab. Möglicherweise werden auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer sowie die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen anreisen. Eine offizielle Bestätigung dafür steht allerdings noch aus.
Für Ischinger hat die europäische Beteiligung besondere Bedeutung. Er äußerte die Hoffnung, dass die angespannten transatlantischen Beziehungen zu einem „Aufbruch Europas“ führen könnten. „Ich bin der Meinung, dass wir als Europäer nicht so tun sollten, als wären wir hilflos“, sagte er. (Quelle: dpa), (leo)
