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Klaus-Maria Mehr
Florian Naumann
Jonas Hönle
In München hatten sich in der Spitze rund 250.000 Teilnehmer bei der Iran-Demo auf der Theresienwiese versammelt. Die Veranstaltung verlief friedlich und ist rekordverdächtig.
Update, 18.03 Uhr: Inzwischen hat sich die Theresienwiese komplett geleert und die Polizei ihre Teilnehmerzählung nochmals konkretisiert – und nach oben korrigiert: Laut der Polizei München nahmen in der Spiitze rund 250.000 Menschen an der Kundgebung gegen das iranische Regime teil.
Zum Hintergrund: Die Angaben der Polizei sind immer die vorsichtigsten, die Angaben der jeweiligen Veranstalter von Demonstrationen liegen immer höher. Das macht die Zahl noch bemerkenswerter. Es ist die wahrscheinlich größte politisch motivierte Demonstration, die die Theresienwiese je gesehen hat. Die Heimreise der Menschenmassen verlief laut Polizei störungsfrei.
Update, 16.34 Uhr: Noch harrt eine große Gruppe von Demonstranten unterhalb der Bavaria aus. Doch die Menge wird kleiner. Es regnet in Strömen. Und ihren Rekord haben die Veranstalter sich ja sowieso schon gesichert (siehe unten). Die Polizei rät aus aktuellem Anlass allen Heimreisenden, die öffentlichen Verkehrsmeldungen zu nutzen. Schwer zu sagen, wie viele der Demonstranten ausreichend Wiesn-Erfahrung haben.
Deshalb nochmal für alle Heimkehrer: Es gibt zwei U-Bahnstationen in direkter Nähe. Im Norden die Station Theresienwiese, dort fahren U4 und U5. Im Süden die Poccistraße, dort fahren U3 und U6. Für alle S-Bahn-Fahrer ist die Hackerbrücke in Laufnähe (nach Norden, immer den Schildern folgen). Direkt daneben befindet sich der Hauptbahnhof.
An alle Münchner: Es kehren gerade 200.000 Demonstranten heim. Oben genannte Verkehrsmittel sind derzeit prall gefüllt, vor allem die U-Bahnen. Lieber noch ein, zwei Stunden warten.
Update, 14. Februar, 14 Uhr: Die große Iran-Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese läuft seit 12 Uhr. Die Polizei spricht mittlerweile von 200.000 Teilnehmern, die sich versammelt haben. Ursprünglich angemeldet waren 100.000 Menschen. Der Zustrom reißt aber auch weiterhin nicht ab.
Die U-Bahnen aus der Innenstadt sind prall gefüllt, auch jene aus Richtung Laimer Platz bringen viele Protest-Teilnehmer zur Theresienwiese, wie unser Reporter Florian Naumann berichtet. Viele sind mit den alten iranischen Flaggen mit Löwe und Sonne ausgerüstet.
Rekord-Demo in München: Bilder vom Iran-Protest auf der Theresienwiese




200.000 Menschen bei Protest: Eindrücke von der Iran-Demo auf der Theresienwiese in München
Zu hören sind Sprechchöre wie „Die Mullahs müssen weg” oder auch „Jahvid Schah”, „lang lebe der König”. Zu der Versammlung aufgerufen hat unter anderem Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs. Sein Konterfei ist auf vielen Plakaten zu sehen. Ebenfalls vertreten sind Slogans wie „Make Iran great again” und Bilder Donald Trumps. „Wir sind hier, weil das Regime, das so viele Menschen getötet hat, weg muss”, sagte ein Demo-Teilnehmer unserer Redaktion. Pahlavi sei der Richtige für einen Übergang.
Pahlavi hat am Vormittag eine Pressekonferenz am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz abgehalten. Er forderte ein schnelles Eingreifen der USA im Iran. „Wir sind uns alle einig, dass ein Regimewechsel die beste Option ist. Das Problem ist die Zeit. Eine schnelle Intervention wird helfen, Leben zu retten.” Es laufe ein Massaker „industriellen Ausmaßes”. Pahlavi betonte, sein Name werde auch bei Protesten im Iran gerufen. Es gibt allerdings auch Kritik an seinem Programm.
Iranische Flagge mit Löwe und Sonne
Die Flagge mit dem Symbol von Löwe und Sonne war bis zur Islamischen Revolution 1979 die offizielle Nationalflagge Irans. Das Emblem zeigt einen stehenden Löwen mit einem Schwert vor einer aufgehenden Sonne. Seine Ursprünge reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück und wurden unter der Kadscharen-Dynastie im 19. Jahrhundert fest etabliert. Unter Reza Schah Pahlavi wurde das Motiv modernisiert und blieb bis 1979 Teil der grün-weiß-roten Trikolore. Nach der Revolution wurde das Symbol durch das heutige islamische Emblem ersetzt, das den Namen Allahs in stilisierter Form darstellt. Die alte Löwenflagge wird heute vor allem von monarchistischen und oppositionellen Gruppen im Exil verwendet.
Update, 14. Februar, 13 Uhr: Der Strom an Menschen, die zur Iran-Demo auf der Theresienwiese kommen, reißt nicht ab. Vor der Bavaria versammeln sich tausende Teilnehmer, viele davon mit iranischen Flaggen.
Die Polizei teilt mit, dass Drohnen über dem Bereich gesichtet wurden. Das Starten solcher Fluggeräte sei aufgrund der Flugbeschränkung verboten und werde geahndet.
100.000 Menschen bei Iran-Demo in München erwartet: U-Bahn-Probleme und Drohne über Theresienwiese
Mittlerweile meldet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine Überlastung der U-Bahn-Linien U4 und U5. Grund ist das erhöhte Fahrgastaufkommen zwischen Innsbrucker Ring und Theresienwiese. In Richtung Westendstraße und Laimer Platz kommt es daher zu Verspätungen. Auch die Bus-Linien 58 und 100 werden aufgrund des Protests umgeleitet. In beiden Fällen entfällt der Halt Elisenstraße.
Update, 14. Februar, 12.07 Uhr: Die große Iran-Demo auf der Theresienwiese in München ist nun offiziell gestartet. Für die Versammlung sind 100.000 Teilnehmer angemeldet, die aus ganz Deutschland und sogar dem europäischen Ausland kommen sollen. Aus Richtung der umliegenden U-Bahn-Stationen strömen aktuell immer mehr Menschen vor die Bavaria. Auch der Verkehr rund um die Veranstaltung hat stark zugenommen.
Iran-Demo in München hat begonnen: 100.000 Menschen bei Protest auf Theresienwiese erwartet
Der Protest findet während der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) statt. Die Polizei weist darauf hin, dass für die Versammlung eine Flugbeschränkung über die Innenstadt besteht, die sich auch auf die Theresienwiese erstreckt. Daher ist es verboten, Drohnen aufsteigen zu lassen. Die Beamten bitten, dieses Verbot einzuhalten, da Verstöße geahndet werden.
Update, 14. Februar, 11.32 Uhr: Die Demo in München gegen die politische Lage im Iran beginnt in weniger als einer halben Stunde. Mittlerweile strömen schon hunderte Menschen auf die Theresienwiese. Viele von ihnen tragen iranische Flaggen bei sich. Vereinzelt sind auch USA- und Israel-Flaggen zu sehen.
Zwischen zwei Kränen wurde auch eine riesige Iran-Flagge aufgespannt. Bei dem Protest sind 100.000 Menschen angemeldet. Ob wirklich so viele Teilnehmer kommen, ist jedoch noch unklar. Im Umfeld sind Autos aus Dänemark, Österreich und vielen anderen Ländern zu sehen.
Große Iran-Demo in München am Samstag – Theresienwiese füllt sich
Das Wetter steht jedoch nicht auf der Seite der Demonstranten. Ab 12 Uhr, dem offiziellen Start der Demonstration, ist Regen bei Temperaturen von maximal 6 Grad vorhergesagt.
Update, 14. Februar, 10.15 Uhr: Wegen einer politischen Kundgebung auf der Münchner Theresienwiese zur aktuellen Situation im Iran rechnen die Behörden mit Tausenden Teilnehmern aus ganz Deutschland und weiteren europäischen Ländern, wie die Polizei mitteilt. Die Veranstaltung ist für Samstag, 14. Februar 2026, zwischen 12 Uhr und 18 Uhr angemeldet.
Rund um die Theresienwiese stehen keinerlei Parkmöglichkeiten zur Verfügung – weder für Autos noch für Busse, teilt die Polizei mit. Selbst das kurze Anhalten zum Ein- oder Aussteigen wird nicht gestattet.
Parken zur Versammlung am 14.02.2026:
— Polizei München (@PolizeiMuenchen) February 13, 2026
Rund um die Theresienwiese stehen keine Parkplätze für Busse zur Verfügung. Parkmöglichkeiten gibt es hier: Messestadt Riem, Paul-Henri-Spaak-Straße, Tor 14.
Von dort fahren U-Bahnen zur Versammlung.
Mehr Infos:https://t.co/QURgX5Uo2j pic.twitter.com/v0b9125Ip8
Rekord-Protest auf Theresienwiese erwartet – Demo zur Iran-Lage sorgt für Verkehrschaos in München
Die Münchner Polizei kündigt umfangreiche Verkehrsmaßnahmen an. Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden konsequent geahndet, heißt es. Fahrzeuge, die trotz Verbots abgestellt werden, lässt die Polizei kostenpflichtig abschleppen.
Demonstranten, die mit Reisebussen anreisen, empfiehlt die Polizei einen kostenlosen Parkplatz am Messegelände München. Die Zufahrt erfolgt über die Paul-Henri-Spaak-Straße durch Tor 14. Von dort aus können die Teilnehmer mit der U-Bahn-Linie U2 bis zum Innsbrucker Ring fahren und dort in die U5 Richtung Theresienwiese umsteigen.
Als Alternative nennt die Polizei die S-Bahn: Von den Haltestellen Riem oder Feldkirchen gelangen Demonstranten ohne Umsteigen direkt zum Hauptbahnhof München oder zur Hackerbrücke. Von beiden Stationen sind es laut Polizei nur wenige Gehminuten bis zur Theresienwiese.
Erstmeldung vom 14. Februar: Zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) am Wochenende kündigt sich eine Demonstration historischen Ausmaßes an. Ein Verein hat am Samstag auf der Theresienwiese einen Protest mit bis zu 100.000 Menschen angemeldet – Thema: die Menschenrechtssituation im Iran.
Größte Demo der Stadt München erwartet – 100.000 Teilnehmer bei Iran-Protest auf Theresienwiese angemeldet
Der Verein The Munich Circle hat die Großveranstaltung unter dem Titel „Menschenrechte und Freiheit für Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“ für Samstag ab 12.00 Uhr auf die Theresienwiese geladen, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) München mitteilt. Die Veranstalter wählten bewusst den Zeitpunkt der Münchner Sicherheitskonferenz: Während des internationalen Treffens reisen Entscheidungsträger aus Politik und Sicherheitspolitik aus aller Welt in die bayerische Landeshauptstadt.
Münchner Sicherheitskonferenz: Über 60 Staats- und Regierungschefs erwartet
Die Münchner Sicherheitskonferenz findet vom 13. bis 15. Februar statt und gilt weltweit als das bedeutendste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik. Nach Angaben der Konferenzleitung werden mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund 100 Außen- und Verteidigungsminister in München zusammenkommen.
Die Aktion richtet sich gegen die iranische Regierung und soll ein deutliches Zeichen für die Rechte der Menschen im Iran setzen. Sollten tatsächlich 100.000 Demonstranten kommen, wäre es eine der größten Kundgebungen, die München je erlebt hat.
Münchner Sicherheitskonferenz: Mehr als 15 weitere Versammlungen am Wochenende angemeldet
Neben der Iran-Demo sind laut Kreisverwaltungsreferat über 15 zusätzliche Versammlungen für das Wochenende registriert – alle im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz. Die zahlreichen Aktionen bedeuten erheblichen Mehraufwand für die Polizei und führen zu spürbaren Einschränkungen im Verkehr sowie für Anwohner der Münchner Innenstadt.
Das Tagungshotel Bayerischer Hof im Zentrum ist ohnehin eine Hochsicherheitszone mit umfangreichen Straßensperren und Polizeikontrollen. Das KVR rät dringend, die Innenstadt insbesondere am Samstag ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzusteuern.
Mehrere parallele Proteste zwischen Marienplatz und Stachus
Ebenfalls am Samstag, ab 12.30 Uhr, plant das Bündnis gegen die Sicherheitskonferenz eine Kundgebung in der Innenstadt zwischen Marienplatz und Stachus. Hier rechnen die Behörden mit etwa 4.000 Teilnehmenden. Auf dem Odeonsplatz startet ab Mittag ein Protest unter dem Motto „Macht Frieden! Nein zur Münchner Kriegskonferenz“, der sich unter anderem auch für „freie Impfentscheidung“ ausspricht.
Am Max-Joseph-Platz sind rund 3.000 Personen unter dem Motto „Starkes Europa zusammen mit der Ukraine“ angemeldet. Dort werden Grußworte von Politikern der CSU, CDU, SPD und Grünen erwartet, wie es in der Mitteilung heißt.
Kleinere Mahnwachen: „Omas gegen Rechts“ und weitere Aktionen
Zusätzlich zu den großen Demonstrationen finden mehrere kleinere Mahnwachen und Kundgebungen statt. So versammeln sich beispielsweise die „Omas gegen Rechts“ bereits um 11.00 Uhr auf dem Sendlinger-Tor-Platz unter dem Motto: „Gemeinsame Verantwortung für unsere Demokratie“. Auch diese Aktionen wurden offiziell bei der Stadt angemeldet. (Quelle: dpa)
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