VonVeronika Ahn-Tauchnitzschließen
Die Weichen sind gestellt: In seiner Sitzung am Montag segnete der Bauausschuss den Umbau und die Sanierung der Lenggrieser Hütte ab.
Lenggries – Jetzt muss noch das Kreisbauamt das Vorhaben im Außenbereich bewilligen. Wann die Arbeiten in Angriff genommen werden, kann Sabine Rest aber noch nicht genau sagen. „Wir versuchen, nächstes Jahr anzufangen. Aber es gibt noch keine Details“, sagt die Vorsitzende der Lenggrieser Alpenvereinssektion. Dieser gehört die Hütte am Seekar.
Im Fokus der Sanierung stehen die sanitären Anlagen. Einmal geht es laut Bauamtsleiter Anton Bammer um die Ertüchtigung der Waschräume mit WC und Duschen im ersten Stock für die Übernachtungsgäste. 52 Schlafplätze gibt in der 1950 erbauten und 1974 erweiterten Hütte am Seekar. Auch ein zweiter Fluchtweg soll mit Blick auf den Brandschutz geschaffen werden. „Das Thema steht ja momentan bei vielen Hütten an“, sagt Bammer.
In Angriff genommen werden aber auch die Toiletten im Erdgeschoss, die für die vielen Tagesgäste, die auf der Hütte einkehren, zur Verfügung stehen. „Momentan gibt es nur ein Herren- und ein Damen-Klo“, sagt Sabine Rest. Das sei einfach zu wenig. Die einen würden an der Toilette anstehen – und kommen dabei den anderen in die Quere, die an der Essensausgabe warten. Das soll sich ändern. Konkret beantragt ist der Anbau von weiteren Sanitärräumen an der nordwestlichen Hüttenseite mit den Maßen 6,50 mal 4,50 Meter.
Planung und Umsetzung der Sanierung sei schon ein großes Projekt für die über 1700 Mitglieder zählende Sektion, sagt Rest. Was der AV Lenggries investieren muss, könne sie derzeit noch nicht beziffern. „Bis zur Mitgliederversammlung Ende März haben wir aber Zahlen“, verspricht sie.
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Wirtin Michaela Durach, die die Hütte seit Sommer 2016 mit ihrem Mann Florian führt, hat sich auf die Umbauarbeiten im kommenden Jahr bereits eingestellt. Sie gehe davon aus, dass es losgeht, wenn der letzte Schnee weg ist. Dabei könne es auch mal zu Einschränkungen im Betrieb kommen. „Es kann schon sein, dass wir vielleicht mal nur das Tagesgeschäft machen und keine Übernachtungen anbieten.“
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Derzeit ist die Hütte auf 1338 Metern übrigens geschlossen. Am Montag hat der Betriebsurlaub begonnen. Direkt nach Weihnachten, also am 27. Dezember, geht’s aber wieder los. „Silvester sind wir ausgebucht. Da könnten wir auch 300 Gäste beherbergen“, sagt Michaela Durach schmunzelnd. Ansonsten sei aber schon noch die eine oder andere Übernachtungsmöglichkeit buchbar. Mit der zurückliegenden Saison ist die Wirtin sehr zufrieden. „Der Herbst war super, das Wetter immer schön. Selbst im November lief es noch richtig klasse.“
