„Maria braucht kein Update“: Als Antwort auf den Kirchenstreik der Initiative „Maria 2.0“ hat Johanna Stöhr aus Schongau „Maria 1.0“ ins Leben gerufen.
Schongau – „Ich möchte damit zeigen, dass es auch Frauen gibt, die treu zur Lehre der Kirche halten“, sagte die 33-jährige Lehrerin am Dienstag. Die Homepage solle ein Sprachrohr für diese Gläubigen sein.
Keine Gegen-, sondern eine Fürbewegung
„Ich möchte keine Gegenbewegung zu ,Maria 2.0’ starten, sondern eine Fürbewegung zu Gott“, ergänzte Stöhr. „Meine Intention ist es, dass die Menschen wieder auf die Knie gehen und um Bekehrung beten.“ Sie könne das Anliegen von „Maria 2.0“ zwar durchaus verstehen – „aber nur, wenn man die Kirche als Unternehmen betrachtet“, so Stöhr.
„Als Frau ist es nicht meine Aufgabe, Priester zu werden“
„Doch die Kirche ist der lebendige Leib Christi. Darin hat jeder Mensch seine Aufgabe. Und als Frau ist es nicht meine Aufgabe, Priester zu werden. Das ist die göttliche Ordnung.“ Sie selbst engagiere sich für die Kirche vielmehr im Gebet, in der Kolpingsfamilie und vor allem als Ehefrau und zweifache Mutter.
Papst Johannes Paul II. habe endgültig verkündet, dass Frauen nicht zu Priestern geweiht werden könnten. Auch Papst Franziskus habe sich entsprechend geäußert. „Also sind die Frauen, die nach Weiheämtern streben, auf dem Holzweg.“ Es sei nicht gut, dabei die Gottesmutter für eigene Interessen zu instrumentalisieren.
Vier Frauen stehen hinter „Maria 1.0“
Hinter der „Maria 1.0“-Seite stehe ein „harter Kern“ von vier Frauen, fügte Stöhr hinzu. Die Gruppe habe bereits „viel Zustimmung“ für ihre Aktion bekommen, etwa durch E-Mails. „Allerdings geht es uns nicht darum, Mehrheiten zu organisieren. Darum geht es in der Demokratie, nicht in der heiligen Kirche.“ Kritik von „Maria 2.0“-Aktivistinnen habe man bisher nicht erhalten. (kna)
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