Es fehlt an Geld

Spar-Zwang in München: Referentin Christine Kugler sagt Klimaschutz-Preisverleihung ab

+
Im Münchner Rathaus regiert der Rotstift.
  • schließen

Münchens Umweltreferentin Christine Kugler hat die Preisverleihung für den Klima- und Umweltschutzpreis abgesagt. Es fehlt am Geld.

München – Das Spar-Diktat in der bayerischen Landeshauptstadt München treibt irre Blüten! Umweltreferentin Christine Kugler (parteifrei) hat am 30. Oktober die für 5. November geplante Verleihung des Preises für Klima- und Umweltschutz überraschend abgesagt. Grund: Die Stadt kann sich den mit 20.000 Euro dotierten Preis nicht mehr leisten.

Finanzmisere der Stadt München: Referate sollen 2,9 Prozent ihrer Ausgaben einsparen

Wie berichtet, muss die Stadt dringend die Ausgaben zurückfahren. Kämmerer Christoph Frey (SPD) hatte zwar zu Jahresbeginn noch mit einem Überschuss von 129 Millionen Euro kalkuliert. Doch: Läuft alles so weiter, stünden am Jahresende 118 Millionen Euro Miese auf der Rechnung.

Daher sollen die Ausgaben bei den städtischen Referaten um 2,9 Prozent runter, das trifft natürlich in erster Linie die sogenannten freiwilligen Leistungen, also das, was sich die Stadt neben den Pflichtausgaben eigenverantwortlich leistet. Und Preisverleihungen gehören dazu.

Spar-Zwang in München: Referentin Christine Kugler sagt Preisverleihung ab und will Teilnehmer mit Ausstellung ehren

Umweltreferentin Christine Kugler hat die Teilnehmer des Wettbewerbs in einem Schreiben informiert. Der Brief liegt unserer Redaktion vor. Darin heißt es, man habe sich schweren Herzens dazu entschieden, die Preisverleihung in diesem Jahr abzusagen, „um den Sparvorgaben begegnen zu können“.

Auch wenn der Preis dieses Jahr nicht verliehen wird, sollen die Projekte oder Organisationen in einem angemessenen Rahmen gewürdigt werden. Kugler schlägt dazu eine Ausstellung bei einer der kommenden Veranstaltungen in ihrem Referat vor.

Kommentare