Geldinstitut will mehrere Entwürfe vorlegen

Sparkassen-Neubau in Geretsried: Gestaltungsbeirat soll Höhe beurteilen

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Eine Schlüsselstellung nimmt nach Aussage des Bauamts das Grundstück der Sparkasse an der Ecke Egerlandstraße/Karl-Lederer-Platz ein.

Die Sparkasse will das bestehende Gebäude an der Geretsrieder Egerlandstraße  abreißen und neu bauen. Wie das Projekt in der „Neuen Mitte“ aussehen soll, wird im Gestaltungsbeirat besprochen.

Geretsried – Die Sparkasse an der Egerlandstraße befindet sich örtlich gesehen inmitten der Zentrumsgestaltung. Am Karl-Lederer-Platz wird schon gebaut, an der Egerlandstraße soll es Ende 2019 losgehen. Nun will sich das Geldinstitut diesem Prozess anschließen (wir berichteten). Geplant ist, das bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen.

Wie die Sparkasse 2.0 aussehen soll, steht noch nicht fest. Der Entwicklungs- und Planungsausschuss besprach das weitere Vorgehen in seiner Sitzung am Dienstag und empfahl dem Stadtrat, der nächste Woche tagt, einstimmig, den Gestaltungsbeirat über den vorhabenbezogenen Bebaungsplan beraten zu lassen. „Die Sparkasse stellt mehrere Entwürfe zur Verfügung“, erklärte Stadtbaurat Rainer Goldstein. Geplant seien Geschäftsräume in den ersten zwei Geschossen und, so wörtlich, „leistbare Wohnbebauung“, in den Stockwerken darüber. Der geltende Bebauungsplan 115 sehe aktuell ein viergeschossiges Gebäude vor. Wie im Fall der anderen Projekte der „Neuen Mitte“ wolle man aber auch hier einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen.

Sparkasse nimmt „Schlüsselstellung“ in der „Neuen Mitte“ ein

Weil es sich beim Sparkassen-Grundstück um eine „Schlüsselstellung, eine wichtige Position“ handelt, schlug Goldstein vor, dass sich der Gestaltungsbeirat des Themas annimmt. „Er kann überlegen, welche Höhe der Schnittpunkt verträgt“, so der Stadtbaurat. Dies könne der Stadtrat dann in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan festlegen. Zuletzt hatte die Stadt den Gestaltungsbeirat im Jahr 2015 einberufen. Ihm gehören Alexander Wetzig, 24 Jahre Baubürgermeister in Ulm, und Prof. Winfried Nerdinger, Architekturhistoriker und Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums in München, an. „Der Beirat hat die Aufgabe, geplante Bauvorhaben hinsichtlich städtebaulicher, architektonischer und gestalterischer Qualität zu bewerten und gegenüber dem Stadtrat Empfehlungen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge zu formulieren“, heißt es auf der Informationsseite der Stadt zur „Neuen Mitte“. Ob der Gestaltungsbeirat in dieser Besetzung bleibt oder neu zusammengesetzt wird, steht noch nicht fest.

Die Baustelle am Karl-Lederer-Platz ist so groß wie nie: Zahlen und Fakten

CSU-Stadtrat Andreas Rottmüller lobte in der Ausschusssitzung einerseits die Tatsache, dass sich verschiedene Bauwerber der Zentrumsgestaltung anschließen. Andererseits haderte er mit der Anzahl der Baustellen, die dadurch entstehen. Darauf entgegnete CSU-Bürgermeister Michael Müller: „Es ist erwünscht, dass andere mitmachen und wir können froh sein, dass es so ist.“ Das zeige, dass man den richtigen Impuls gesetzt habe. Müller: „Mit der Umgestaltung der T-Zone haben wir den herausfordernden Weg beschritten, aber auch den nachhaltigeren.“

sw

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