Mitarbeiter vorgestellt

Stadt Bad Tölz stellt neue Kümmerer für die Wirtschaft und den Blomberg ein

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Neu bei der Stadt Bad Tölz: Wirtschaftsförderin Sandra Kern und Blomberg-Koordinator Manuel Wilke (re.) mit Zweitem Bürgermeister Andreas Wiedemann.
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Die Stadt Tölz hat zwei neue Mitarbeiter: Sandra Kern (38) ist die neue Wirtschaftsförderin. Sie tritt die Nachfolge von Falko Wiesenhütter an, der in die Rathaus-Geschäftsleitung gewechselt ist. Neu ist auch Manuel Wilke (31) als „Kümmerer“ für den Blomberg.

Bad Tölz – Sich erst einmal ein Gesamtbild verschaffen, bestehende Projekte weiterführen – und dann neue Ideen angehen. Das hat sich Sandra Kern als erstes vorgenommen. Die 38-Jährige, die aus Fürstenfeldbruck stammt, jetzt aber im Nachbarlandkreis Miesbach wohnt, hat am 1. Oktober die Stelle als Citymanagerin und Wirtschaftsförderin in der Stadt angetreten. Kern ist gelernte Hotelfachfrau und hat Betriebswirtschaft studiert.

Sie arbeitete unter anderem als Tourist-Info-Chefin in Bad Wiessee und war verantwortlich fürs Marketing im Tegernseer Tal. Zuletzt war sie für eine Beratungsfirma tätig, die sich um Hotelansiedlungen kümmert.

Durchgesetzt gegen 25 Bewerber

Die 38-Jährige setzte sich gegen rund 25 Mitbewerber durch. „Wir haben sechs Bewerbungsgespräche geführt“, sagte Kurdirektorin Brita Hohenreiter – zu ihrem Referat gehört die Citymanager-Stelle – am Freitag in einem Pressegespräch. Zwei Anwärter blieben am Ende übrig. Warum die Wahl auf Sandra Kern fiel? „Weil wir glauben, dass sie am besten zu unseren örtlichen Protagonisten passt“, sagte Hohenreiter. „Sie ist natürlich, aber dennoch bestimmt – ohne belehrend zu wirken“, so die Kurdirektorin.

Am 15. Oktober wird Falko Wiesenhütter, der nach sechs Jahren als Citymanager ins Büro des Bürgermeisters wechselte, seine Nachfolgerin beim Wirtschaftsfrühstück offiziell begrüßen. „Und natürlich werde ich mich jetzt erst einmal bei den Unternehmen vorstellen“, kündigte Kern an.

Ganz neu und im Moment auf zwei Jahre befristet ist die Stelle, die Manuel Wilke Ende September übernahm. 20 Stunden pro Woche kümmert sich der Blomberg-Koordinator um den Tölzer Hausberg. Die Schaffung des Postens hatte für einige Diskussionen im Stadtrat gesorgt. Das Aufgabenfeld erschien einigen zu groß und zu vielschichtig. Gesucht wurde jemand, der konzeptionell arbeiten kann, gleichzeitig aber auch in der Lage ist, „mal ein Schild anzuschrauben“, sagte Hohenreiter am Freitag. Einige Stradtratsmitglieder bezweifelten, dass es geeignete Bewerber gebe. Schließlich suche man, so Christof Botzenhart (CSU) in der Sitzung, ja eine „eierlegende Wollmilchsau“ . „Und genau die ist Herr Wilke“, scherzte Hohenreiter.

Blomberg-Kümmerer:  Weniger Hausmeister, mehr Koordinator

Der 31-Jährige, der am Ammersee aufgewachsen ist, lebt seit drei Jahren in Tölz. So lange arbeitete er auch als Maschinist bei der Blombergbahn. Gelernt hat er aber eigentlich Marketingkaufmann in einem Werbetechnikbetrieb. Schon diese Mischung ist ideal für die neuen Aufgaben am Blomberg. Denn die sind vielfältig. Einmal wird er sich mit um die Umsetzung des Masterplans Blomberg kümmern. Das eigentliche Marketing übernimmt Hohenreiters Referat. Unter anderem sollen sich alle Akteure am Blomberg auf einer gemeinsame Internetseite und mit gemeinsamen Prospekten und Werbung präsentieren. Wilke wird sich um die Weiterentwicklung von Infrastrukturprojekten wie dem Entdeckerpfad kümmern. „Der ist sehr beliebt, aber wir wollen ihn aufpeppen“, sagte Hohenreiter.

Wilke wird aber auch die Wanderwege im Auge behalten, schauen, ob mit der Beschilderung alles passt und Ansprechpartner für die Menschen sein, die am Berg unterwegs sind. Er sieht sich generell als Bindeglied zwischen allen Gruppen, die den Blomberg nutzen – von Almbauern über die Jäger und Wanderer bis hin zu den Betrieben. Sein Ziel ist es, „dass der Berg ordentlich und attraktiv für Gäste, aber auch für die Einheimischen ist“.

Seit zwei Wochen ist er im Amt. In der Zeit „bin ich über den Berg gefahren, hab’ mir die Wege angeschaut, aber auch Einrichtungen wie den Gipfeltrimm. Ich hab’ geschaut, ob Schilder fehlen und ob die Entwässerung funktioniert“, schildert der 31-Jährige. „Natürlich bin ich mir auch nicht zu schade, mal Müll aufzuklauben“, betont er. Er sehe sich aber „weniger aus Hausmeister, als vielmehr als Koordinator“. Auch er wird sich jetzt nach und nach bei allen Blomberg-Anrainern vorstellen. Wilke: „Bei den ersten Terminen gab es sehr positive Reaktionen.“ Die verschiedenen Gruppen seien froh, „jetzt einen Ansprechpartner zu haben“, sagt auch Hohenreiter.

18 Bewerbungen gab es für die Stelle. Sechs Kandidaten wurden zu Gesprächen eingeladen. Hohenreiter: „Es hat sich aber seht schnell herauskristallisiert, dass Herr Wilke genau der richtige Mann ist.“

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