Für 5,5 Millionen Euro

Breitere Rad- und Gehwege, Expressbuslinie und neue Haltestelle: Stadt startet mit Umbau der Rheinstraße

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So soll die Rheinstraße nach dem Umbau aussehen.
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Die Stadt startet mit dem Umbau der Rheinstraße in München. Breitere Rad- und Gehwege sollen die Verkehrssicherheit erhöhen. Zudem gibt es Platz für den Expressbus.

München – Das Baureferat beginnt mit den Arbeiten zum Straßenumbau der Rheinstraße. Die Verwaltung will dadurch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen. Die rund 500 Meter lange Straße in Schwabing verbindet die Leopoldstraße im Osten mit dem Bonner Platz im Westen und wird intensiv von Radfahrern genutzt. Nun verbreitert das Baureferat die bislang schmalen Radwege.

Umbau der Rheinstraße in München: Neue Rad- und Gehwege, 22 neue Bäume und 32 Radstellplätze

Dazu werden Arbeiter beidseitig einen zur Fahrbahn baulich abgegrenzten Radweg mit einer Breite zwischen 2,30 und 2,50 Meter und einem zwischen 0,50 und 0,75 Meter breiten Sicherheitstrennstreifen herstellen. Neue breite Gehwege zwischen 2,50 und 3 Metern sollen Komfort und Sicherheit für Fußgänger erhöhen. Um dies zu gewährleisten, werden die bestehenden Längsparkplätze auf der Nordseite dem Seitenraum für den Geh- und Radweg zugeschlagen. Auf der Südseite bleiben 25 Längsparkplätze erhalten. Davon dienen neun tagsüber als Lieferzone. Zudem entsteht Raum für 22 neue Bäume und 32 Radabstellplätze. Die neue Raumaufteilung dient auch dazu, die Situation an der Einmündung Simmern-/Rheinstraße zu entschärfen. Der bisherige sehr schmale Geh- und Radweg entlang des Schulgebäudes der Grund- und Mittelschule bildet bisher eine gefährliche Engstelle. Auch soll der Wartebereich an der Ampel deutlich größer werden.

Apropos Ampel: Das Baureferat baut außerdem die Kreuzung Rhein-/Mainzer Straße um und errichtet auf der Ostseite eine weitere Lichtsignalanlage über die Rheinstraße, um die Schulwegsicherheit zu erhöhen und das Queren am Knoten komfortabler zu gestalten. Für den linksabbiegenden Radverkehr entstehen auf beiden Straßenseiten Aufstellflächen. Der Kreuzungsbereich wird dadurch übersichtlicher und sicherer.

Umbau der Rheinstraße: Expressbuslinie soll fahren, eine neue Haltestelle an der Ecke zur Leopoldstraße entsteht

Eröffnen den Umbau (v.l.) Jeanne-Marie Ehbauer, Dominik Krause und Georg Dunkel.

Überdies sind Verbesserungen des ÖPNV geplant: Künftig soll eine Expressbuslinie durch die Rheinstraße verkehren. Dafür stellt das Baureferat nordwestlich des Knotens Leopold-/Rheinstraße eine Bushaltestelle her. Das Baureferat plant, die Arbeiten im Straßenverlauf bis Ende 2025 und die Kreuzung Rhein-/Leopoldstraße sowie Restarbeiten bis Ende Mai 2026 abschließen zu können. Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 5,5 Millionen Euro.

„Die Rheinstraße ist eine wichtige Ost-West-Verbindung in Schwabing, wo es aufgrund des schmalen Fuß- und Radwegs immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt“, sagt Bürgermeister Dominik Krause (Grüne). „Der Umbau soll die Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und vor allem Schulkinder erhöhen.“ Letztere sollen auch während der Bauzeit sicher zur Schule kommen, verspricht Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer (Grüne). „Ein besonderes Augenmerk legen wir darauf, auch während aller Bauphasen durchweg für sichere Schulwege entlang der Baustelle zu sorgen – ob zu Fuß oder mit dem Rad.“

Mobilitätsreferent Georg Dunkel: „Mit der Trennung von Fuß- und Radverkehr, den breiteren Fuß- und Radwegen, der zweiten Fußgängerfurt und den größeren Aufstellflächen an den Ampeln erreichen wir in der Rheinstraße ein deutliches Mehr an Verkehrs- und vor allem Schulwegsicherheit. Das war für uns zentral.“

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