VonTanja Kipkeschließen
Das Wetter in Bayern bleibt zum Juli-Start unbeständig. Von Sommer kann derzeit keine Rede sein, die Temperaturen fallen enorm. Dazu ziehen erneut Gewitter auf.
Update vom 1. Juli, 21.08 Uhr: Die Gewitterwarnungen sind beendet. Die stärksten Gewitter gab es am Alpenrand. Augenzeugen berichten etwa aus Fischbachau von Sturzbächen über Wege und Straßen und einem regelrechten Himmelschauspiel. Demnach soll sogar eine Shelf Clowd zu sehen gewesen sein. Dabei handelt es sich um eine wirbelförmige Gewitterwolke.
Update vom 1. Juli, 19.03 Uhr: Die schweren Gewitter in Bayern haben sich auf den äußersten Süden und Osten des Freistaats verlagert. Aktuell warnt der Deutsche Wetterdienst noch vor schweren Gewittern in folgenden Landkreisen:
- Oberallgäu
- Ostallgäu
- Garmisch-Partenkirchen
- Bad Tölz-Wolfratshausen
- Miesbach
- Rosenheim
- Traunstein
- Berchtesgadener Land
- Altötting
- Rottal-Inn
- Passau
Update vom 1. Juli, 17.33 Uhr: Mit dem fortschreitenden Abend nehmen die Gewitter in Bayern zu. Der DWD warnt zwischenzeitlich in der gesamten südlichen Landeshälfte des Freistaats vor starken Gewittern. Konkret sind ganz Schwaben betroffen bis auf die nördlichsten zwei Landkreise, ganz Oberbayern, ganz Niederbayern bis auf Passau und Umgebung und in der Oberpfalz Stadt und Landkreis Regensburg sowie die Landkreise Cham und Schwandorf.
Update vom 1. Juli, 16 Uhr: In Bayern breiten sich zur Stunde Gewitter aus. Der Deutsche Wetterdienst warnt inzwischen in mehreren Regionen vor „starkem Gewitter“. In den Warntexten heißt es jeweils: „Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 15 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60 km/h.“
Gewitter-Warnungen in Bayern: Zahlreiche Landkreise betroffen
Folgende Landkreise sind am Nachmittag von der DWD-Warnung betroffen:
- Neu-Ulm
- Günzburg
- Dillingen an der Donau
- Augsburg
- Roth
- Nürnberger Land
- Neuburg in der Oberpfalz
- Amberg-Sulzbach
- Eichstätt
Die Warnungen gelten vorläufig bis 17 Uhr. Da der DWD aber bereits bekannt gegeben hat, dass im gesamten Verlauf des Abends immer wieder mit Gewittern zu rechnen sei, kann man davon ausgehen, dass es nicht die letzten Warnungen des Tages sein werden.
Update vom 1. Juli, 14.17 Uhr: Während es in Unterfranken bereits aus Eimern schüttet, ist in München noch alles ruhig. Der DWD hat seine Gewitterprognose angepasst: „Hauptaktivität nachmittags zwischen Schwaben und Oberpfalz, abends in Ober- und Niederbayern.“ Am Morgen hatten die Wetterexperten noch Franken und die Alpenregion als Gewitter-Fokus angegeben. Ganz im Süden, an der deutschen Grenze, gilt ab 18 Uhr eine amtliche Warnung vor Sturmböen. „Es treten oberhalb 1500 m Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 70 km/h auf.“ Die Warnung gilt noch bis Mittwochnacht, zwei Uhr.
Gewitter in Bayern: Blitz setzt Haus in Brand
Update vom 1. Juli, 10.20 Uhr: Ein Blitz hat im oberpfälzischen Landkreis Regensburg den Dachstuhl eines Hauses in Brand gesetzt. Wie die Polizei mitteilte, wurde das unbewohnte Einfamilienhaus in Nittendorf am späten Sonntagnachmittag von dem Blitz getroffen. Feuerwehrleute brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Der Schaden lag nach Schätzung der Polizei im unteren sechsstelligen Bereich. Verletzt wurde laut einem Polizeisprecher niemand.
Für den Montag hat der DWD erneut Gewitter angekündigt, vor allem zwei Regionen stehen dabei im Fokus. (siehe Erstmeldung)
Erstmeldung vom 1. Juli, 8 Uhr: München – Blitz, Donner, Starkregen: Das Wochenende in Bayern war mal wieder von Unwettern geprägt. Generell war das Wetter im Juni – ähnlich wie im Mai – besonders nass für die aktuelle Jahreszeit. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war Bayern das zweitnasseste Bundesland Deutschlands. Auch der Juli startet alles andere als sommerlich.
Wettervorhersage für Bayern: Zum Juli-Start zieht „kühle und feuchte Luft“ heran
In der Prognose des DWD heißt es für den Montag (1. Juli): „Mit nordwestlicher Strömung fließt kühle und feuchte Luft nach Bayern. Darin eingelagerte Frontensysteme sorgen für unbeständiges Wetter.“ Am Vormittag sei nur vereinzelt mit Blitz und Donner zu rechnen. Ab Mittag treten von Nordwesten dann etwas häufiger kurze Gewitter auf – lokal mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und starken Sturmböen. In der Nacht zum Dienstag ziehen sie dann Richtung Alpen und Oberösterreich ab.
Im Fokus der Gewitter stehen demnach vor allem Franken und die Alpenregion. Ab Mittag können die Unwetter dann auch andere Regionen treffen. Amtliche Warnungen hat der DWD bisher nicht herausgegeben, die Warnkarte ist noch grün.
Ausblick auf die Woche: Regen will nicht enden
Der Dienstag (2. Juli) startet zwischen Donau und Alpen mit etwas Sonne. Laut DWD ziehen dann Wolken auf und verdecken die Sonne. Außerdem wird mit stärkerem Wind gerechnet. Von Nachmittag an bis in die Nacht hinein soll es leicht regnen. Auch der Mittwoch starte mit vielen Wolken, im Verlauf des Tages soll es mehr Regen und Schauer geben. Der Wind lässt den Wetterexperten zufolge im Vergleich zu den Vortagen etwas nach.
Sturm, Schnee, Sonne: Die spektakulärsten Bilder aus den vier Jahreszeiten in Bayern




Der Donnerstag soll leicht regnerisch und bewölkt bleiben, manchmal sollen sich die Wolken aber auch lichten. In Franken können Windböen aufziehen. Zum Freitag soll der Regen über die Alpen ziehen und dem restlichen Teil des Freistaats eine Regenpause geben.
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„Markanter Temperatursturz“: Tiefdruckkomplex sorgt für Abkühlung
„100% Herbstwetter zum Start in den Juli“: Heißt es von wetter.net in der aktuellsten Wetter-Prognose. Die Temperaturen würden zum Wochenstart erheblich sinken. Das Portal spricht dabei sogar von einem „markanten Temperatursturz“. Die Deutschen müssten sich von den „hochsommerlichen Wetterverhältnissen insgesamt verabschieden“. Der Tiefdruckkomplex würde sich bis zur Wochenmitte etabliert haben und „frische Meeresluft“ transportieren. Von einem Sommermonat kann wohl erstmal nicht die Rede sein.
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