Traditionsreiches Stück auf der Bühne

Theaterverein Kochel inszeniert „Madam Bäurin“

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Volle Bühne: Bei der Kochler Inszenierung von „Madam Bäurin“ wirken 40 Laienschauspieler mit.

Für seine neue Inszenierung hat sich der Kochler Theaterverein heuer ein besonderes Stück ausgesucht: „Madam Bäurin“ wurde schon einmal 1950 von den Theaterern gespielt und stellt damals wie heute eine große Herausforderung für den Verein dar.

Kochel am See Für seine neue Inszenierung hat sich der Kochler Theaterverein heuer ein besonderes Stück ausgesucht: „Madam Bäurin“ wurde schon einmal 1950 von den Theaterern gespielt und stellt damals wie heute eine große Herausforderung für den Verein dar.

„Insgesamt sind es 40 Leute, die wir dafür einsetzen“, erläutert Peter Heimbeck, der die Regie für dieses Stück übernommen hat. Allein 22 Sprechrollen galt es für das Volksstück zu besetzen. Eine Herausforderung, die der Verein – auch dank neuer Mitspieler – gut gemeistert hat, wie Heimbeck glaubt. „Wir sind jetzt hervorragend besetzt.“

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Das Stück aus der Feder von Josef Schoder spielt im Jahre 1910. „Es handelt vom Standeskonflikt zwischen dem städtischen, teilweise verarmten Adel und den ländlichen, eher wohlhabenden Bauern“, erklärt Heimbeck. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Madam Scheuflein, eine nicht eben mit Reichtum gesegnete Witwe eines Rechtsrates aus München. Sie trachtet mit allen Mitteln danach, ihre jüngste Tochter standesgemäß zu verheiraten, und verlobt sie kurzerhand mit dem eher unsympathischen, aber wohlhabenden Assessor von Rödern.

Bevor aber die Ehe geschlossen wird, fahren die Damen noch zusammen zur Sommerfrische auf einen Bauernhof aufs Land. Hier sind die verwöhnten Stadtmenschen aber wegen ihrer Arroganz nicht gerade gerne gesehen. Doch dann verlieben sich der künftige Hoferbe und die adelige junge Dame ineinander. Und schon prallen das Leben der vornehmen Stadtleute und das der urigen Landbevölkerung aufeinander, was für einige Turbulenzen sorgt…

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Spielleiter Heimbeck hat sich erst nach sorgfältiger Auswahl für den Dreiakter entschieden. „Das Stück hat Atmosphäre und ist trotz seines Alters immer noch zeitgemäß“, findet er. Die Zuschauer können sich nicht nur auf eine anspruchsvolle Inszenierung mit vielen Darstellern freuen, sondern auch auf ein abwechslungsreiches Bühnenbild. Denn zusätzlich zur Hauptbühne haben Heimbeck und seine Bühnenbauer drei weitere kleine Nebenbühnen geschaffen, über die sich die Handlung verteilt.

Franziska Seliger

Termine

Premiere feiert „Madam Bäurin“ bereits am 4. November um 17 Uhr in der „Heimatbühne“. Karten im Vorverkauf gibt es ab sofort bei der örtlichen Tourist-Info unter Tel. 08851/338. Weitere Spieltermine: 11., 25. November, sowie am 6. Januar jeweils um 17 Uhr; 17. November und 29. Dezember jeweils um 20 Uhr.

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