Es wird spannend: Drei Interessenten für zwei Bürgermeister-Posten

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Wer wird zweiter Bürgermeister hinter Rathauschef Ingo Mehner (li.)? Ihren Hut in den Ring geworfen haben sowohl Michael Lindmair (Mitte) als auch Franz Mayer.

Der Tölzer Stadtrat beendet seine Amtsperiode. Wenn die Nachfolger die Arbeit aufnehmen, gilt es die Bürgermeister zu bestimmen - die Abstimmung wird spannend.

Bad Tölz – Um auch der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, dabei zu sein, wird die konstituierende Sitzung des neuen Tölzer Stadtrats am Dienstag, 5. Mai, um 16 Uhr im Tölzer Kurhaus stattfinden. Wichtigster Punkt neben der Vereidigung des neuen Stadtoberhauptes Ingo Mehner sowie der neuen Räte wird die Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters sein.

In der ersten Sitzung ist gleich gehörig Pfeffer drin. Es gibt drei Kandidaten fürs Amt des Zweiten und Dritten Bürgermeisters. Mehners Wunschkandidat Christof Botzenhart (CSU) will wie bisher Dritter Bürgermeister bleiben. Für den Vize hat nun Michael Lindmair (FWG) seinen Hut in den Ring geworfen. Lindmair äußerte sich auf Anfrage nicht zu seinen nach dem Wahlergebnis überraschenden Ambitionen.

Franz Mayer (Grüne) erklärte, dass seine Fraktion eigentlich gerne eine Frau fürs zweite Amt der Stadt hätte nominieren wollen. Die ins Auge gefasste Johanna Pfund kann aber, wie sie auf Nachfrage mitteilte, aus beruflichen Gründen nicht. „Ich hätte es gerne gemacht“, sagt die Journalistin.

Grünen wollen nicht auf Ansprüche verzichten

Als zweitstärkste Fraktion und deutlicher Wahlgewinner am 15. März wollen die Grünen aber nicht auf ihre Ansprüche verzichten. „Selbstredend“, sagt Mayer, „wollen wir in Führung und Organisation unserer Stadt vertreten sein.“ Nun kandidiere also er für das Amt des Stellvertreters.

Auch die Fraktionssprecher stehen fest. Die SPD soll von Willi Streicher geführt werden, die FWG von Peter von der Wippel, die Grünen von Johanna Pfund und die CSU von René Mühlberger.

Im Kurhaus werden Stühle und Tische im Parkett aufgestellt, um die gebotene Distanz von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten, sagt Rathaussprecherin Birte Otterbach. Vorgesehen sind 30 bis 40 zusätzliche Sitzplätze für Zuhörer. Sollten mehr kommen, werde auf die Empore ausgewichen. Maskenpflicht bestehe nicht.

Auch der alte Stadtrat wird nun doch noch einmal zusammenkommen, um die Amtsperiode würdig zu beenden und Bürgermeister Josef Janker sowie den Fraktionssprechern Gelegenheit zu Abschlussworten zu geben. Diese Schluss-Sitzung findet am Dienstag, 28. April, um 16 Uhr aufgrund der Corona-Krise nichtöffentlich im Sitzungssaal des Rathauses statt. (chs)

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