Traditionsunternehmen blüht neu auf

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Freuen sich über die neuen Möglichkeiten: Sonja Sauerbrey-Epp und Wolfgang Epp vor der Eröffnung ihres Betriebs in Reichersbeuern. Das Bewässerungssystem ist innovativ, die „Schubladen“, auf denen die Pflanzen stehen, können über Schienen „eine Runde komplett durchs Gewächshaus drehen“, sagt Wolfgang Epp.
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Acht Monate nach dem Spatenstich feiert sie am Samstag und Sonntag in Reichersbeuern Eröffnung: Die neue „Gärtnerei Epp“ – unter dem Namen „Epp’s BlumenCult“ an der B 13.

Reichersbeuern – Emsiges Treiben ist an diesem Donnerstag in den neuen Hallen von „Epp’s BlumenCult“ in Reichersbeuern zu beobachten. Hebebühnen sind in Bewegung, Handwerker schrauben herum und es wird eifrig eingeräumt im Verkaufsbereich. Am Samstag und Sonntag wird mit einer großen Adventsausstellung Eröffnung gefeiert.

Das Erste was auffällt: Der Name ist neu. Die „Gärtnerei Epp“, die seit 1931 in Lenggries ansässig war und in Bad Tölz zusätzlich Lager und Aufzucht betrieb, gehört der Vergangenheit an. „Wir wollten mit dem Namen die Vielseitigkeit unserer Angebote besser zum Ausdruck bringen“, sagt Sonja Sauerbrey-Epp. Neben dem Gärtnerei-Sortiment werden beispielsweise auch Hochzeiten oder andere besondere Feste oder Veranstaltungen ausgestattet. „Cult soll sowohl Kultur als auch das Kultivieren von Pflanzen andeuten“, sagt Sauerbrey-Epp. Der Familienname sollte unbedingt enthalten sein, denn neben Wolfgang Epp, seiner Frau Sonja Sauerbrey-Epp und den Senior-Chefs Anni und Hans Epp gehört auch der Sohn mit zum Team. Alle bisherigen Mitarbeiter kommen nun mit nach Reichersbeuern.

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Um etwa 20 Prozent größer als die Flächen in Lenggries und Bad Tölz ist die Produktionsfläche in Reichersbeuern – insgesamt sind es 6000 Quadratmeter. Alles ist um einiges moderner und steht unter dem Gesichtspunkt „Wiederverwendung“. Innovativ ist beispielsweise das Bewässerungssystem. Die Blumen werden gegossen, das restliche Wasser kommt in eine Zisterne, wird wieder aufbereitet und erneut eingesetzt. Auch energetisch ist die neue Anlage auf höchstem Standard. „Wir brauchen etwa 50 bis 60 Prozent weniger Energie als in Lenggries“, sagt Epp. Das liegt sowohl an der Bauweise, als auch am Heizsystem und an der Beleuchtung. Ein weiterer Vorteil: „Durch die abtrennbaren Glashäuser können wir auf die Bedürfnisse der Pflanzen besser eingehen.“ So ist es möglich, in zwei nebeneinander stehenden Bereichen unterschiedliche Temperaturen einzustellen.

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Durch den Umzug gibt es übrigens keinerlei Einschränkungen im Sortiment. Dass im Winter nicht alles voll bestückt ist, liegt in der Natur der Sache. Epp: „Wir sind im Plan, die Produktion geht weiter. Wir topfen bereits fürs nächste Jahr.“

Am Wochenende kann die Bevölkerung das erste Mal einen Blick ins Innere des Neubaus werfen. Es ist noch einiges an Arbeit bis dahin zu verrichten, aber: „Das meiste wird ab Samstag funktionstüchtig sein“, sagt Wolfgang Epp. In ein bis zwei Monaten sollen die letzten Schönheitskorrekturen innen gemacht sein. Die Außenflächen samt Parkplätzen sind dann für das neue Jahr angedacht. Irgendwann könnte es auch ein Café geben. Aber, so Epp und Sauerbrey-Epp: „Wir gehen Stück für Stück vor.“

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