Polizei Tölz sucht Unfall-Zeugen

Unbekannter beschädigt Bahnschranke: Deshalb gab‘s heute früh Probleme bei der Kochelseebahn

+
Reisende auf der Strecke brauchen derzeit viel Geduld.
  • schließen

Für Reisende auf der Bahnstrecke Kochel-München begann die Woche schon wieder mit Problemen. Am Montagmorgen beschädigte ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer die Bahnschranke an der B 11 in Bichl, berichtet die Tölzer Polizei.

Bichl - Laut Bahn gab es ab 6.32 Uhr Behinderungen für die Züge von und nach München. Zuerst kümmerte sich eine Streifenbesetzung der Tölzer Polizei um die Sicherung des Übergangs, dann kamen Bundespolizei und Bahn-Mitarbeiter, um den Schaden zu reparieren. Alle Züge mussten kurz stehen bleiben, bevor sie die Stelle passierten. Um 9.06 Uhr war der Schaden behoben. Was die Reparatur gekostet hat, konnte die Bahn gestern noch nicht mitteilen. Die Ermittlungen zum geflüchteten Verkehrsteilnehmer laufen. Vermutlich handelt es sich um ein größeres Fahrzeug. Die Polizei Bad Tölz bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 0 80 41/76 10 60.

Reisende auf der Strecke brauchen derzeit viel Geduld.  Seit Tagen fährt die Bahn mit verminderter Geschwindigkeit, teilweise fallen Züge aus. Der Grund ist kurios. Auf der Strecke war vor Kurzem routinemäßig ein sogenannter Gleismesszug unterwegs. Das ist ein „Sicherheitszug“, der überprüfen soll, ob die Gleise noch in Ordnung sind, oder ob es zum Beispiel aufgrund großer Hitze Schäden an den Gleisen gibt, berichtet ein Pressesprecher auf Nachfrage. Im Nachhinein stellte sich dann jedoch heraus, dass das Messgerät keine verwertbaren Daten lieferte – sprich, man weiß nicht, ob Gleise eventuell beschädigt sind oder nicht. „Aus Sicherheitsgründen wurde deshalb verfügt, dass die Züge vorsichtshalber nur mit Tempo 70 fahren dürfen“, sagt der Pressesprecher. Neuer Termin für die Messung ist am Donnerstag, 25. Oktober. 

In dem Abschnitt finden zudem gerade Bauarbeiten statt. Die Deutsche Bahn investiert hier 20 Millionen Euro in neue Technik. 

Kommentare