VonAndreas Steppanschließen
Der Tölzer Carsharing-Verein „Stattauto Isarwinkel“ hat eine neue Vorsitzende: Die Stadtführerin und Reiseleiterin Ulla Schneiders wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt. Somit ist der Fortbestand von „Stattauto Isarwinkel“ gesichert.
Bad Tölz – Unsicherheit herrschte zuletzt beim Tölzer Carsharing-Verein „Stattauto Isarwinkel“. Der bisherige Vorsitzende Jörg Fallheier war vor einigen Monaten nach Nürnberg gezogen. Die Vereinsgeschicke von dort aus weiterzuleiten, habe sich als nicht praktikabel erwiesen, berichtet Schneiders. Das „Stattauto“ stand somit vor argen Personalnöten.
„Ich hätte es sehr schade gefunden, den Verein zugrunde gehen zu lassen – außerdem bin ich selbst auf das Carsharing angewiesen“, sagt Ulla Schneiders. Daher habe sie sich entschlossen, für das vakante Amt zu kandidieren. Sie gehört dem Verein seit Gründung vor 14 Jahren an und engagierte sich von Beginn an als Beisitzerin im Vorstand. „Ich habe also einen ganz guten Überblick.“ Zur Seite stehen ihr Stellvertreterin Lu Zheng – „sie ist ganz neu im Verein und hat sich ins kalte Wasser schubsen lassen“ – sowie Kassierin Irmi Rockelmann.
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„Stattauto Isarwinkel“ verleiht an seine Mitglieder vier vereinseigene Autos, die an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet stehen. Laut Schneiders machen aktuell 40 bis 50 Personen von dem Angebot Gebrauch. Sie selbst nutze die „geteilten“ Autos zum Beispiel beruflich, um zu Startorten der von ihr begleiteten Tagesreisen zu gelangen, oder zu „Jahreszeiten, in denen es nicht so attraktiv ist, mit meinem E-Bike zu fahren“.
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Eines ihrer Ziele ist es nun, die Parkplatzsituation für die „Stattautos“ zu verbessern. Es gibt zwar Stellplätze, die fürs Carsharing reserviert sind: vier auf dem Parkplatz an der Osterleite, einer an der Hindeburgstraße und einer am Sparkassen-Center. Allerdings komme es häufiger vor, dass sich andere Fahrzeuge daraufstellen. Denn das Schild, das einen Carsharing-Parkplatz markiert, ist nicht unbedingt allgemein bekannt – oder es wird nicht respektiert. Wenn diese Stellplätze aber besetzt sind und die Nutzer ihr Auto woanders abstellen müssen, bereitet das dem Verein Probleme. „Es können dann Parkgebühren anfallen, und jemand muss das Auto später wieder umparken“, sagt Schneiders. Sie hat zum Beispiel die Idee, in Fahrschulen das Prinzip Carsharing zu erläutern.
