VonSascha Karowskischließen
Das König-Ludwig-Denkmal auf der Corneliusbrücke war lange beschlossen, passiert ist aber nichts. Die CSU will nun wissen, wann die Statue errichtet wird.
München - Der Statue-Stau! Das Denkmal für König Ludwig an der Corneliusbrücke sollte eigentlich schon stehen, Baubeginn war für Herbst 2022 angekündigt. Doch passiert ist bislang nichts. Am Freitag jährte sich der Tod des Märchenkönigs zum 138. Mal. CSU und Freie Wähler nehmen den Todestag zum Anlass, den Sachstand zur Wiedererrichtung eines Denkmals zu klären. Sie fragen: Wann kommt jetzt der Kini?
König-Ludwig-Denkmal auf der Corneliusbrücke: Wegen Bauarbeiten ist der Baubeginn verschoben
Es wäre die Rückkehr eines Denkmals: Denn auf der Corneliusbrücke stand bis zum Jahr 1943 eine drei Meter hohe Bronzestatue des Königs, die im Zweiten Weltkrieg von den Nazis zur Waffenproduktion eingeschmolzen wurde. Der Bronzekopf blieb erhalten, und die Originalsteine des früheren Denkmals konnten ebenfalls wiedergefunden werden. Jetzt ist eine zeitgemäße Interpretation des Denkmals im Sinne einer romantischen Ruine geplant. Für das Projekt gibt es große Unterstützung privater Spender und aus der Bevölkerung, es sollte schnellstmöglich realisiert werden.
Doch wegen der Sanierung der Gleise auf der Ludwigsbrücke wurde der Bau des Denkmals auf Herbst 2024 verschoben. CSU-Vize Hans Theiss sieht auch diesen Zeitplan in Gefahr: „Es wird höchste Zeit, dass das neue Denkmal für König Ludwig II. gebaut wird. Er ist in mehrfacher Hinsicht ikonisch und die Neuinterpretation als romantische Ruine finde ich modern. Außerdem wird die Corneliusbrücke aufgewertet und es entsteht ein neuer Glanzpunkt für das Gärtnerplatzviertel!“
Denkmal für den Kini: Wirt der Deutschen Eiche befürchtet, die Statue könnte dem Rotstift zum Opfer fallen
Der Wirt der Deutschen Eiche, Dietmar Holzapfel, kämpft seit Jahren für das Denkmal und hat bereits 224 000 Euro an Spenden gesammelt. Holzapfel verriet der tz, er habe tatsächlich Befürchtungen, das Projekt könnte dem Rotstift zum Opfer fallen. Bekanntlich muss die Stadt sparen. „Aber wir haben demnächst noch ein Gespräch“, sagt Holzapfel. Zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer will er nach einer Lösung suchen.
