VonDieter Dorbyschließen
Es ist zeitlich gesehen eine Punktlandung: Rechtzeitig zur Präsentation im Gemeinderat Irscehneberg liegt der Rückstellungsbescheid des Landratsamts vor. Denn im Gremium wird kommende Woche der aktuelle Sachstand bei der Ermittlung von Konzentrationsflächen für Kiesabbau erörtert.
Der entsprechende Bescheid wurde am Dienstag der Gemeinde nicht postalisch, sondern persönlich überbracht – nicht wegen der beiden verschwundenen Postsendungen im laufenden Verfahren (wir berichteten), sondern weil das Landratsamt eh einen Termin im Irschenberger Rathaus hatte. Bei dieser Gelegenheit wurde der Bescheid übergeben.
Thema im Gemeinderat Irschenberg
Der aktuellen Stand bei der Ermittlung von Konzentrationsflächen für den Kiesabbau stellt das Büro EGL am Montag, 23. Januar, dem Irschenberger Gemeinderat vor. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Turnhalle.
Wie das Landratsamt auf Nachfrage unserer Zeitung weiter mitteilt, war die Zielsetzung, die die Gemeinde mit dem Erstellen eines Teilflächennutzungsplans Kies erreichen will, mit den nachgereichten Unterlagen hinreichend dargestellt. In der Folge war es dem Landratsamt möglich, dem Antrag auf Zurückstellung des Abbauantrags stattzugeben.
Planer stellt den aktuellen Sachstand vor
Der beauftragte Planer, Diplom-Ingenieur Eckhard Emmel vom Büro EGL in Landshut, stellt dazu am Montag seine bislang durchgeführten Untersuchungen im Gemeinderat vor. Wie Bürgermeister Klaus Meixner auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, ist am Montagabend lediglich eine Information des Gremiums geplant. Weitere Beschlüsse seien bei diesem Termin nicht vorgesehen.
Griffige Erkenntnisse erhofft
Meixner erhofft sich erste griffige Erkenntnisse, wie es in der Angelegenheit weitergehen kann: „Dann sehen wir, was noch fehlt und welche Empfehlungen es gibt.“ Wie berichtet, will die Gemeinde ein Kiesvorkommen finden, das dem Areal in Oberhasling vorgezogen werden kann. Sollte dies nicht gelingen, ist die Frage, wie der beantragte Abbau in Oberhasling so modifiziert werden kann, dass die Belastungen für die Bürger auf ein erträgliches Maß reduziert werden kann, das vor Gericht weitgehend standhält.
Noch keine Reaktion aus Bruckmühl
Als letzte Alternative bliebe ein städtebaulicher Vertrag mit Hafner Beton. Wie berichtet, hat die Gemeinde, die aktuell zweigleisig fährt, bereits einen Entwurf an das Unternehmen geschickt. Laut Meixner habe es darauf bislang aber noch keine Reaktion oder Antwort gegeben: „Das wird wohl noch geprüft.“
ddy
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