Serie „Bandprobe“: The Ultimate Silverbeet

Diese Band aus Weilheim rockt einfach!

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Spezialisten für Rockmusik mit dem „back-to-the-roots-vibe“: „The Ultimate Silverbeet“ – (v.l.) Drummer Christof Mahler, Bassist Lukas Kjer, Gitarrist Marcus Happach, Gitarrist Simon Meier und Sänger Adam Cory.
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„Hauptsache es groovt“, das ist das Motto der Band „The Ultimate Silverbeet“ aus Weilheim. Und wie es das tut - auf allen Streaming-Plattformen und am Samstag live in Weilheim.

Weilheim – Es ist so simpel wie überzeugend, das Motto, das diese fünf Musiker „fast Mantra-artig“ beherzigen: „Hauptsache es groovt.“ Und es groovt wirklich bei „The Ultimate Silverbeet“. Die Weilheimer Band mit „Zuwachs“ aus Flensburg und Detroit/USA packt „den Geist der Popmusik der 60er und 70er Jahre im englischsprachigen Raum“ mit Hardrock, Blues und Funk in mitreißende Eigenkompositionen. Überzeugen kann man sich davon auf der Debut-EP „Seeds“, die bei Spotify & Co. erhältlich ist – sowie am Samstag, 1. Juli, live am Naturfreundehaus Weilheim. Dort rockt „The Ultimate Silverbeet“ ab 19 Uhr wettergeschützt unter einem Zeltdach. Versprochen sind „Stücke, die es nicht erlauben, die Füße still zu halten“.

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Was man sonst wissen muss über ihre Band, das verraten Marcus Happach (43, Weilheim, Industriemeister, Gitarrenbauer und -lehrer), Simon Meier (33, Raisting, Ingenieur für erneuerbare Energie), Christof Mahler (59, Bernried, Beamter im Bayerischen Umweltministerium), Lukas Kjer (33, Icking via Flensburg, Montessori-Grundschullehrer) und Adam Cory (43, Weilheim via Detroit, IT-Software-Vertrieb) in unserem Fragebogen. Weitere Informationen: www.bit.ly/theultimatesilverbeet.

Wann gegründet – und warum?

Nach mehrjährigem Vorlauf war der richtige Start in vollständiger Besetzung 2021 – was aufgrund der coronabedingten Einschränkungen nicht ganz leicht war. Warum machen wir das alles? Weil wir der Meinung sind, dass das, was wir an uns haben, und die Musik, die wir machen, einfach zu schön und gut ist, um keine Musik miteinander zu machen!

Was ist die Mission von „The Ultimate Silverbeet“?

Menschen mit guter Musik zu versorgen, mit einem „back-to-the-roots-vibe“ auf Groove-Findung zu gehen, uns mit unserer Musik in die Herzen möglichst viele Menschen zu spielen – und bei möglichst vielen Konzerten gemeinsam eine gute Zeit zu haben, die nachhaltig wirkt. Zudem ist es unser erklärtes Ziel, unsere Musik in guter Qualität auch für Zuhause anbieten zu können.

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Zwischen welche Bands/Platten gehört „The Ultimate Silverbeet“ im Plattenregal?

Wishbone Ash, Canned Heat, Deep Purple, Pink Floyd, Grand Funk Railroad... Oder was auch immer Franz beim letzten Besuch in der „Schlachtplatte“ (Plattenladen in Peißenberg) empfohlen hat...

Wer hört „The Ultimate Silverbeet“ bisher?

Freunde, Bekannte und die Fans, die wir uns bisher erspielen konnten.

Wer sollte „The Ultimate Silverbeet“ unbedingt mal hören?

Menschen, die gern mit Hilfe von Musik „auf eine Reise“ gehen und sich lange/komplexe Stücke mit entsprechenden Soli genauso gern anhören wie Radio-Edit- Songs. Menschen, die den Sound der 1970er lieben und erleben wollen, wie das Lebensgefühl aus der Pionierzeit von ehrlicher Rock- und Bluesmusik in die heutige Zeit transportiert wird.

Ein Song, mit dem man „The Ultimate Silverbeet“ am besten kennenlernt?

„Small Block“. Eine der ersten Nummern, die wir immer noch mit breitem Grinsen spielen. Oder „Ain’t My Place“. Weil der Song rockt – aber auch groovt.

Eine Textzeile, die viel über „The Ultimate Silverbeet“ sagt?

„Moonlight, chrome, and melting tires / The engines scream like they’re on fire / One day I’ll drive that beauty I desire / Because there’s no replacement for displacement.“

Höhepunkt der bisherigen Karriere?

Wir sehen uns als immer noch relativ „neu“; von daher hoffen wir, dass die Höhepunkte erst vor uns liegen. Die Möglichkeit, nur drei Monate nach unserer „ersten“ Gründung bereits auf dem Komod-Festival spielen zu können, war schon cool, weil es uns überzeugt hat, weiterzumachen. Ansonsten der Release von unserer Demo-EP „Seeds“ 2022 auf allen gängigen Streaming-Plattformen, wie man’s heutzutage machen muss, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

Ein Werbespruch für „The Ultimate Silverbeet“?

Original Rock Music with a Groove – made in Bavaria.

Freunde?

Die Freundschaft innerhalb der Band ist uns am wichtigsten. Auch die Wirte, die uns als neuer, noch nicht so etablierter Band eine Chance gaben, bei sich zu spielen – und dann auch wollen, dass wir nochmal kommen! Auch unser bereits erwähnter Lieblingsplattenladen, „Schlachtplatte“ in Peißenberg, wo sich Gleichgesinnte treffen und über Musik austauschen.

Feinde?

Puh, schwierig... Unser Erzfeind war die Pandemie, die unsere Anfangsphase mächtig gestört hat. Man könnte auch gegen die heutige überproduzierte, imagegesteuerte Pop-/Rockszene poltern – aber lassen wir’s mit dem Granteln :) Es fällt uns schwer, Leute als Feinde zu nennen, aber die momentane Situation mit Proberäumen in der Weilheimer Umgebung ist verheerend. Wir spüren dies am eigenen Leib, nachdem wir aus unserem geliebten Studio im Trifthof ausziehen müssen, um einer Erweiterung eines Industrieunternehmens zu weichen. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten gestaltet sich als äußerst schwierig. Potenzielle Vermieter empfinden eine Band eher als Lärmbelästigung denn als Kulturgut. Schade!

Wo steht „The Ultimate Silverbeet“ in zehn Jahren?

Wir sind dann immer noch dabei, „neue Musik“ zu machen, vielleicht ein bisserl grauer, aber auch reifer. Wir haben schon einige Alben rausgebracht; beim ersten haben wir uns den Traum erfüllt, eine LP auf Vinyl pressen zu lassen. Wir spielen eine gesunde Menge an Gigs, sodass wir ein kleines, überregionales Following haben, können aber trotzdem viel Zeit mit unseren Familien verbringen. Klingt gar nicht so schlecht... Und ist auch nicht allzu unrealistisch!

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