Kinderkleiderbörse im Haus Emmaus

Die Familie der Helferinnen: Oma, Tochter und Enkelin im Einsatz für Weilheimer in Not

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Sie sind Oma, Tochter und Enkelin und sorgen mit viel Einsatz für die Kinderkleiderbörse im „Haus Emmaus“, die heuer 25-jähriges Bestehen feiert: (von rechts) Gerlinde Eggert, Manuela Cella und Carina Effelberger.
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Seit 25 Jahren gibt es die Kinderkleiderbörse im „Haus Emmaus“ in Weilheim - ein wichtiges Angebot für Menschen, die wenig Geld haben. Diese drei Frauen halten den Laden am Laufen.

Weilheim – Sie ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen, die dringend Kindersachen brauchen und wenig Geld haben: die Kinderkleiderbörse im „Haus Emmaus“ in Weilheim. Jeden Mittwoch von 9 bis 12 Uhr öffnet sie ihre Türen im Keller des kirchlichen Hauses an der Hardtkapellenstraße 2 – und das seit nunmehr 25 Jahren. Ins Leben gerufen wurde das Angebot 1998 in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt vom Arbeitskreis „Für das Leben“, der sich den Schutz des ungeborenen Lebens zur Aufgabe gemacht hatte. Treibende Kraft war damals Ilse Meister, die bald einige Mitstreiterinnen gewinnen konnte.

Die drei Ehrenamtlichen verbindet nicht nur ein Helferinnen-Gen

Heute sorgen für die Kleiderbörse drei Frauen, die „offensichtlich über den Verwandtschaftsgrad hinaus auch ein Helferinnen-Gen verbindet“, wie Andrea Günther-Reitinger, die Leiterin des „Haus Emmaus“, würdigt: Gerlinde Eggert, Manuela Cella und Carina Effelberger – Oma, Tochter und Enkelin – engagieren sich mit Leidenschaft und viel Einsatz für dieses Angebot und halten „den Laden am Laufen“.

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Viel Geduld nötig - und manchmal auch Resolutheit

Was das bedeutet, beschreibt die Hausleiterin so: „Gespendete Waren müssen entgegengenommen, gesichtet und einsortiert werden, die Öffnungszeit mit mindestens zwei Personen besetzt sein, Müll und defekte Kindersachen müssen entsorgt, die beiden Räume am Ende der Öffnungszeit wieder in Ordnung gebracht werden. Für diese ehrenamtliche Arbeit braucht es viel Geduld, Offenheit und manchmal auch eine Portion Resolutheit. Es ist nicht immer leicht.“

Es geht nicht nur um Hilfe, sondern auch um Nachhaltigkeit

Sie habe Freude daran, „bedürftigen Menschen zu helfen“, sagt Gerlinde Eggert, die mit ihrer Tochter Manuela Cella bereits seit 22 Jahren in der Kleiderbörse wirkt. Auch dass viele Kunden „so dankbar sind“, bestärkt sie in ihrem Engagement. Für Carina Effelberger ist darüber hinaus die Nachhaltigkeit ein großes Thema: Was die einen nicht mehr benötigen, werde auf diese Weise nicht weggeschmissen, sondern bekomme einen guten Verwendungszweck – und helfe anderen ganz konkret.

Kinderkleiderbörse: Auch Haushaltsartikel sind gefragt

Neben Kleidung und Schuhen gibt es in der Kinderkleiderbörse auch Spielzeug, Bücher, Kinderwägen, Autositze oder Betten. Erweitert wurde das Sortiment zudem um kleine Haushaltsgegenstände wie Geschirr und Besteck. Wer etwas brauchen kann, darf es kostenlos mitnehmen. Lediglich bei größeren Gegenständen wie Kinderwägen oder -sitzen wird ein kleiner finanzieller Beitrag erhoben.

Während man mit Kleidung gut versorgt sei, bestehe aktuell großer Bedarf an Haushaltsartikeln, vor allem an Geschirr, sagt Effelberger. Hier freuen sich die drei Frauen derzeit über Spenden gut erhaltener Ware: „Bis zur Größe einer Mikrowelle ist alles gefragt.“

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