120 Plätze geplant

Weg frei für Neubau der Asyl-Unterkunft in Weilheim

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Die alten Container der Asylunterkunft am Leprosenweg in Weilheim haben bald ausgedient. Die Unterkunft wird neu gebaut.
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Gleich zwei Großprojekte zur Unterbringung von Geflüchteten und Asylbewerbern in Weilheim: Neben dem einstigen Xylem-Firmenkomplex im Trifthof als neuer Unterkunft will der Landkreis auch die maroden Container am Leprosenweg durch einen Neubau ersetzen. Die Stadt macht jetzt den Weg dafür frei.

Weilheim – In der Kreisstadt tut sich was, um die erwarteten Flüchtlingsströme zu bewältigen. Wie berichtet, sollen demnächst rund 50 Menschen im „Haus der Begegnung“ an der Römerstraße Platz finden; die katholische Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt stellt das derzeit unbenutzte Pfarrheim mindestens bis Ende März dem Landkreis zur Verfügung. Denn der sucht dringend Unterkünfte für Geflüchtete aus Kriegsgebieten und für Asylbewerber.

Das Baurecht soll bis 2049 gelten

Weiter in die Zukunft reichen dagegen die Pläne für zwei deutlich größere Domizile in Weilheim. Auch um die Belegung von Turnhallen mit Flüchtlingen zu vermeiden, will der Landkreis den einstigen Xylem-Komplex im Gewerbegebiet Trifthof als Unterkunft nutzen. Und auch für die bestehende Asylbewerber-Unterkunft am Leprosenweg ist die Perspektive jetzt klar: Die maroden Container werden abgerissen und durch einen größeren, wertigeren Neubau ersetzt, voraussichtlich in Holzbauweise und auch „energetisch auf dem neuesten Stand“, wie es heißt.

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Für Letzteren macht die Stadt nach anfänglichem Zögern (wir berichteten) nun den Weg frei. Einstimmig votierte der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates diese Woche dafür, den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Leprosenweg“ entsprechend zu erweitern – was der Gesamt-Stadtrat dann noch absegnen muss. Dem Landkreis Weilheim-Schongau wird damit auf seinem Grundstück ein „Baurecht auf Zeit“ für eine Unterkunft für Asylbewerber und Kriegsgeflüchtete eingeräumt, befristet bis Ende 2049. „Was wir nicht wollen, ist eine feste Bebauung, die später in eine Wohnbebauung kippt“, erklärte Bürgermeister Markus Loth (BfW). Deshalb sei es „wichtig, dass der Partner dabei allein der Landkreis ist“.

Belegt werden soll die künftige Unterkunft nach Informationen des Stadtbauamtes mit „maximal 120 Plätzen“.

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