33-jährige Surferin erliegt ihren Verletzungen

Tödliches Drama am Eisbach: Behörden senken das Wasser nächste Woche ab

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Die Eisbachwelle von oben.
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    Nadja Hoffmann
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Der Termin steht: Um die Unglücksstelle sichten zu können, wird der Pegel des Eisbachs abgesenkt und die Strömung herausgenommen. Die Behörden erhoffen sich Erkenntnisse im Englischen Garten.

München - Die Surferin hat ihren schrecklichen Unfall am Eisbach nicht überlebt: Diese Todes-Nachricht traf München am Donnerstag wie ein Schock. Die Trauer sitzt einen Tag später tief – in der Surf-Community, bei den Bürgern, aber auch bei den Behörden und ihren Vertretern. Wie sich zeigt, haben letztere zugleich die nächsten Schritte in diesem schwierigen Fall besprochen. Die Eisbachwelle bleibt weiter gesperrt. Am Mittwoch soll die Unglücksstelle gesichtet werden.

An der Unglücksstelle wurden Blumen abgelegt.

„Die Staatsanwaltschaft München I hierzu die Nachschau im Bachbett des Eisbachs durch die Münchner Verkehrspolizei angeordnet hat“, erklärt Sprecherin Anne Leiding auf Anfrage. „Die Stadt München wird hierzu die erforderliche Absenkung des Wasserspiegels ab Mittwochvormittags veranlassen und hierbei ökologische Aspekte bestmöglich beachten.“ Die Isarfischer sind informiert und werden laut ihres Vorsitzenden Klaus Betlejewski vor Ort sein. Für den Fall, dass sich kleinen Gumpen bilden, aus denen es die Fische nicht mehr selbst herausschaffen, werden die Mitglieder eingreifen. Sie haben die Information erhalten, dass das Wasser am Mittwochabend zurück in den Eisbach geleitet werden soll. Die Behörden wählen also die kleine Lösung, bei der die Strömung aus dem tosenden Gewässer genommen wird, nicht aber das ganze Wasser abgelassen wird. Ist die Strömung ruhig, lässt sich sehen, ob an der Unglücksstelle etwas am Grund zu sehen ist.

An was hat sich die Sicherheitsleine am Grund des Eisbachs verhackt?

Wie berichtet, hatte sich die Sicherheitsleine der 33-jährigen Surferin am Mittwoch vergangener Woche in der Welle verheddert – womit, das ist bislang unklar. In Betracht kommen sogenannten Störsteine, auf die die Stadt auf Hinweistafeln extra verweist. Denkbar wäre aber auch, dass Chaoten zum Beispiel einen E-Scooter in den Eisbach geworfen haben. Das mit der Leine verkeilte Board machte es für die Surferin unmöglich, sich aus den reißenden Fluten selbst zu befreien – oder Hilfe von anderen Surfern zu bekommen. Erst spezielle Strömungstaucher der Feuerwehr schafften es, die Münchnerin nach 30 Minuten zu retten. In dieser Zeit hatte sie schwerste Verletzungen erlitten.

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