Bürgermeister dankt für „Unterstützung der Stadtverwaltung“

Dank seiner Mithilfe gibt‘s 20 Millionen aus Fördertopf: Dickes Lob für Schulreferenten des Stadtrats

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Fritz Meixner, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins Wolfratshausen, ist Schulreferent des Wolfratshauser Stadtrats.
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Die Stadt Wolfratshausen bekommt voraussichtlich 20 Millionen Euro Zuschuss für die Sanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg. Maßgeblichen Anteil daran hatte laut Rathauschef der Schulreferent Fritz Meixner.

Wolfratshausen – Ohne das Engagement seiner Amtskollegen schmälern zu wollen: Der Schulreferent des Stadtrats, Fritz Meixner, hatte in den vergangenen Monaten mehr als genug zu tun: „Es war eine intensive Arbeit“, blickte Meixner in der jüngsten Stadtratssitzung auf die Planung der Sanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg zurück. Im Juli erfolgte wie berichtet der erste Spatenstich, Stand heute wird die Kommune laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner (BVW) in den kommenden Jahren annähernd 55 Millionen Euro investieren.

Dank seiner Mithilfe gibt‘s 20 Millionen aus Fördertopf: Dickes Lob für Schulreferenten des Stadtrats

„Alle Planungen wurden in ihrer Größe von der Schulaufsicht anerkannt“, so Meixner in seinem Rechenschaftsbericht als Schulreferent. Der Sprecher der SPD/FDP-Fraktion im Stadtrat, hauptberuflich Geschäftsführer des Kinder- und Jugendfördervereins Wolfratshausen, hatte den komplexen Planungsprozess kontinuierlich begleitet. Da das Vorhaben „nicht über Bedarf“ konzipiert worden sei, „ist es förderfähig“. Rund 20 Millionen Euro Zuschuss erwartet die Stadt von der Regierung von Oberbayern.

Es gibt keine bessere Besetzung dieses Referentenpostens als mit Fritz Meixner.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner

Rathauschef Heilinglechner dankte Meixner ausdrücklich „für die Unterstützung der Verwaltung im Umgang mit der Regierung von Oberbayern“. 20 Millionen Euro Fördermittel zu generieren – das wäre ohne das Mitwirken des Schulreferenten „nicht möglich gewesen“, bilanzierte der Bürgermeister. Heilinglechner wörtlich: „Es gibt keine bessere Besetzung dieses Referentenpostens als mit Fritz Meixner.“

Der wiederum zog verbal „den Hut vor der Verwaltung“, denn die Vorbereitung der Modernisierung und Erweiterung des Schulkomplexes habe nicht nur den Planern des Münchner Fachbüros karlundp sowie Schulleiter Frank Schwesig einiges abverlangt, sondern auch vielen Rathaus-Mitarbeitern. Ein Beispiel: „Die Planer haben super geplant“, so Meixner, „aber nicht auf den Formblättern der Regierung.“

Schulreferent sieht „eine Lawine“ auf die Städte und Gemeinden zurollen

Aktuell beschäftige ihn „der Zustand unserer Bildungseinrichtungen“, berichtete Meixner den Stadträten. Grundsätzlich „rollt eine Lawine auf uns zu“, sagte der Schulreferent mit Hinweis auf die Jugendhilfe. „Die Kosten für den Landkreis werden steigen.“ Nach seinen Worten von derzeit rund 12,5 Millionen Euro auf etwa 15 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Darüber hinaus „bildet sich ab“, was Schulleiter und Lehrer schon seit längerer Zeit berichten würden: „Das Leistungsgefälle wird immer größer“, die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf steige. Ein anderes akutes Problem, für das zeitnah eine Lösung gefunden werden müsse: Es gebe eine „Infrastrukturlücke“ bei der Betreuung von körperlich gehandicapten Schülerinnen und Schülern. Und: „Kinder mit Down-Syndrom müssen von Wolfratshausen nach München gefahren werden“, benannte der SPD-Politiker einen weiteren Schwachpunkt.

Ab August 2026 Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

Weniger Sorge bereitet dem Schulreferenten die Tatsache, dass ab August 2026 zunächst alle Grundschulkinder der ersten Klassenstufe einen Rechtsanspruch haben, ganztägig betreut zu werden. „Weil die Stadt Wolfratshausen seit 1998 einen super Job macht“, werde die Kommune diese gesetzliche Forderung voraussichtlich erfüllen können. In der Flößerstadt habe es bis dato noch nie ein Kind gegeben, für das kein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden konnte – „das finden sie woanders nicht“, betonte Meixner. Rathauschef Heilinglechner unterstrich: „Wir haben viel getan, wir steuern stetig nach, bei uns steht kein Kind auf der Straße.“

Spatenstich markiert für Meixner Beginn einer „Mittelschul-Offensive“

Beim ersten Spatenstich für den Schulbau am Hammerschmiedweg hatte Meixner erklärt, dass durch die Millionen-Investition „der Schulstandort Wolfratshausen gestärkt wird“. Wie berichtet hat der Stadtrat beschlossen, mittelfristig an der Stelle einen zentralen Mittelschul-Standort zu schaffen. Für Meixner markiert das den Beginn einer „Mittelschul-Offensive“ – eine Schulform, die in seinen Augen von der Landesregierung nicht erst seit gestern sträflich vernachlässigt wird. Eine Folge sei der inzwischen dramatische Fachkräftemangel. (cce)

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